SPÖ-interne Kritik

10. August 2018 09:36; Akt: 10.08.2018 09:36 Print

Doskozil warnt vor "grün-linker Fundi-Politik"

Hinter vorgehaltener Hand wurde zuletzt das Murren über SPÖ-Chef Kern lauter. Jetzt wagt sich der erste aus der Deckung.

Der burgenländische Landesrat Hans Peter Doskozil  (Bild: Helmut Graf)

Der burgenländische Landesrat Hans Peter Doskozil (Bild: Helmut Graf)

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Zum zehnten Jahrestag der Wahl von Werner Faymann zum SPÖ-Obmann twitterte der frühere Wiener Landesparteisekretär Christian Deutsch (der dem neuen Bürgermeister Ludwig nahesteht): „Bei der NR-Wahl 2008 und 2013 konnte er souverän die relative Mehrheit erringen. Es ist Zeit, die SPÖ wieder derart erfolgreich an die Spitze zu führen.

Kritik an Kern
Noch deutlicher Ex-Heeresminister Hans Peter Doskozil. Er kritisiert das neue Parteiprogramm, in dem das Thema Migration ausgespart wird.

„Das muss doch in der Grundlinie der Partei sein, dass wir uns um Themen kümmern, die die Österreicher bewegen“, sagte er der „Krone“. Er kündigte einen entsprechenden Leitantrag auf dem Parteitag im Oktober an. Der neue Kurs habe ihn überrascht, sagt er. Umweltschutz sei wichtig, aber: "Wir dürfen keine grün-linke Fundi-Politik betreiben. Da schaffen wir uns selbst ab."

Zwar hält Doskozil es für wichtig, für gesunde Lebensmittel und gegen die Glyphosat-Versuchung der Böden einzutreten, allerdings müsse die SPÖ sehr wohl auch das Thema Zuwanderung besetzen: "Dazu wird's einen Leitantrag beim Parteitag im Oktober geben", kündigte er an.

"Kein linker Träumer"
Kritik an dem stärkeren Fokus auf Öko-Themen kommt auch aus anderen Bundesländern. SPÖ-Bundesgeschäftsführer Max Lercher stellt aber klar: "Christian Kern ist ja kein linker Träumer. Natürlich werden Migrationsfragen nicht ausgeblendet."

Mitgliederbefragung gab's schon
Die Bundespartei wies übrigens darauf hin, dass die SPÖ-Mitglieder das neue Programm bereits bei einer Mitgliederbefragung abgesegnet hätten. 86 Prozent seien dafür gewesen.

Doskozil arbeitet schon
Das Thema "Integration und Migration" befinde sich sehr wohl auch im Parteiprogramm, heißt es. Um es vertiefend auszuarbeiten haben Hans Peter Doskozil und der Kärntner Landeshauptmann Peter Kaiser übrigens bereits im Juni diesen Jahres eine Arbeitsgruppe eingerichtet. Das alles erklärt die stellvertretende Bundesgeschäftsführerin Andrea Brunner in einer Aussendung.

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Leser am 10.08.2018 09:57 Report Diesen Beitrag melden

    Kern versetzte der SPÖ den Stoß

    Alles was noch folgt, macht es nur noch schlimmer. Kern hat die SPÖ in den Abgrund geführt. Sie da rauszuholen, benötigt Aufrichtigkeit und vorallem ein ehrliches Bekenntnis zu Österreichern! Derzeit ist ja so, dass mit dem Wahlprogramm überwiegend Nicht-Österreicher angesprochen werden, nach dem Motto: Holt euch, was euch zusteht. Ach ja, wären da noch die unzähligen Skandale, die aufgearbeitet werden müssen.

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  • Joe heute am 10.08.2018 09:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wie ..

    er Recht hat hat er Recht. ich glaube Diskoziel wer viel besser als der Kern.

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  • genug am 10.08.2018 10:00 Report Diesen Beitrag melden

    gscheiter und volksnäher

    ausblenden...kann ja nicht sein, was nicht sein darf. da würde das dogma der bereicherung nicht mehr funktionieren. wenn sie klug sind, nehmen sie Doskozil.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Gerhard Brandenberger am 25.08.2018 17:51 Report Diesen Beitrag melden

    Die neue SPÖ

    Hr.Kern wird als Bundeskanzler abgewählt,und die Partei hat nichts besseres zu tun als HR.Kern auf Kosten der Partei u Steuerzahler ein Solär eine fettes Zubrot verschafft. Ein einfacher Arbeiter kann wenn er gekündigt wird Stempeln gehen. Das verstehet kein Normaler Mensch. und so lange solche Zustände mmen wird es schwer nach oben zu kommen.um die Wähler wieder von den anderen Parteien zurück zu holen,es ist ja noch ein a wenig Zeit.

  • Angel66 am 11.08.2018 15:51 Report Diesen Beitrag melden

    Eigene Familie gründen können..

    Außerdem Ausländer bekommen erst nach 10 Jahren nachweislich in Wien lebend und arbeitend ( nicht nur gemeldet..!) einen Anspruch auf ANTRAGSTELLUNG für sozial geförderte Wohnungen!... damit wird den ImmobilienHAIEN auch die Luft abgedreht! Wiener ...Österreicher...OHNE 2. Pass in einem anderen Land, egal ob EU oder außerhalb EU mit abgeleisteten Wehrdienst,haben ein Vorrecht auf Gemeindewohnung/sozialgeförderte Wohnung Es muß der österr. JUGEND wieder ermögl.werden, dass sie einen gemeinsamen Haushalt/Familie gründen können!... Alleinerzieherinnen bekommen keine eigene Wohnung mehr, sondern

  • Angel66 am 11.08.2018 15:32 Report Diesen Beitrag melden

    Grundsätzlich..Gesetzlich...

    GRUNDSÄTZLICH gehört der österr. Kleinunternehmer, der nur durch steuererleichterung zum Großunternehmer werden kann unterstützt!..aaaber nur dann, wenn er kontinuierlich durch Fleiß Gewinne macht, später AN in Vollzeit (30std.Woche) aufnimmt und diese über Kollektiv bezahlen kann! Alle die darunter herumwuseln, nur Cousine,Onkel,Tanten,Geschwister aufnehmen, beschäftigen bis AMS- Geld fällig wird, Unternehmerberechtigung entziehen!! Ausländische Firmen die zu 50% ausländische Ware verkaufen, zahlen Sondersteuer! Die heimische Wirtschaft und Arbeitn. muß geschützt werden! Schluß mit BioSchmäh

  • Mike am 11.08.2018 15:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    der Unehrliche

    Frau Kern hat eben ein Öko Unternehmen gegründet, ist doch klar, dass da der Gierige dem Thema mehr Dynamik verleihen möchte! Wir holen uns schon was uns zusteht!

  • Johann Slad am 11.08.2018 15:16 Report Diesen Beitrag melden

    Besserer Parteiobmann

    Hoffentlich bleibt er nicht nur ein Rufer in der Wüste, der Dosko.