Am 22. April wurden am Friedhof Pottendorf betroffene Gräber durch Steinmetze geöffnet.
Thomas Lenger
Die Serie von Grabschändungen in Niederösterreich reißt nicht ab: Mitte April traf es auch die Friedhöfe in Leobersdorf, Pottendorf und Wampersdorf. "Es wurden laut meinen Informationen 12 Gräber geöffnet", sagt Bürgermeister Thomas Sabbata-Valteiner. Die Marktgemeinde Pottendorf ist Eigentümerin der betroffenen Friedhöfe. Die Polizei ermittelt wegen Einbruchdiebstahls und Störung der Totenruhe. Ob tatsächlich Wertgegenstände aus den Gräbern gestohlen wurden, ist noch unklar. In vielen Fällen zeigt sich das erst, wenn Angehörige die Gräber öffnen lassen – eine teure und belastende Prozedur. Am 22. April kam es in Pottendorf zu ersten Öffnungen durch Steinmetze. Am Vormittag wurde eine Gruft mit drei Blechsärgen geöffnet. Diese waren brutal aufgeschnitten und massiv beschädigt worden. Am Nachmittag folgte eine weitere Gruft: bei vier Särgen zeigt sich ein ähnliches Bild des Grauens. Für die betroffenen Familien ist der Schock enorm und die Kosten gegen in die Tausenden Euro.
Jetzt E-Paper lesen