Messerattacke am Praterstern

08. März 2018 06:21; Akt: 08.03.2018 08:14 Print

Zeugin: "Ich sah Opfer vor mir auf der Straße liegen"

Die 23-jährige Wienerin Aida D. war am Abend im zweiten Bezirk unterwegs, als die furchtbare Messerattacke geschah.

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Auf der Praterstraße hat am Mittwoch (7. März) ein vorerst Unbekannter eine dreiköpfige Familie nieder und flüchtete anschließend. Die Bluttat ereignete sich an einem Abgang zur U-Bahnstation Nestroyplatz. Eines der Opfer, ein 17 Jahre altes Mädchen, konnte sich schwer verletzt in ein nahes Asia-Restaurant retten. Sie und ihre Eltern (Vater 67, Mutter 56 Jahre alt) wurden mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert. Die Polizei sowie die Spezialeinheit WEGA suchten nach dem flüchtigen Mann. Eine knappe halbe Stunde später wurde ein 20-Jähriger auf dem nahen Praterstern ebenfalls mit einem Messer attackiert. Kurz darauf konnte ein 23-jähriger Afghane als Tatverdächtiger festgenommen werden. Lange Zeit war unklar, ob es sich bei dem Verdächtigen auch um den Täter aus der Praterstraße handelt. Der junge Mann wurde am Donnerstag einvernommen und zeigte sich gegenüber der Polizei geständig beide Taten begangen zu haben. Er selbst gab an, dass er in einer schlechten, aggressiven Stimmung war, auf seine gesamte Lebenssituation wütend war. Deshalb habe die Familie angegriffen. Am Praterstern habe er schließlich einen Bekannten, den 20-Jährigen, angegriffen, weil er diesen für seine vergangene Drogensucht verantwortlich macht. Berichte, wonach die Tat politisch motiviert gewesen sein soll, wurden durch die Aussage des Verdächtigen widerlegt. Die Nachfrage, ob die Tat auch politisch motiviert war, habe der 23-Jährige eindeutig verneint, so die Polizei am Donnerstag. In der Nacht auf Donnerstag konnten drei der vier Opfer von den Ärzten stabilisiert werden: Die beiden Frauen (56 und 17), sowie ... ... der verletzte Mann am Praterstern (20) befinden sich nicht mehr in Lebensgefahr. Der Gesundheitszustand des Mannes (67) ist nach wie vor kritisch.

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Es waren nur Sekunden seit dem Anschlag vergangen: Wienerin Aida D. (23) war am Mittwochabend im zweiten Bezirk mit Freunden unterwegs, als Einsatzfahrzeuge vorbeirauschten: "Wir sind die Praterstraße rauf Richtung Nestroyplatz. Da kamen plötzlich vier bis fünf Polizeiautos an uns vorbeigerast. Sie haben sich vor einem Lokal eingebremst, und Polizisten sprangen heraus, rannten in Seitengassen."

Kurz später erfasste die junge Frau die schreckliche Situation: "Uns lief ein Mann entgegen, der schrie, dass es ein Terroranschlag war, und da kamen auch die Rettung und Notärzte. Im selben Moment sah ich eine Frau auf der Straße liegen. Sie rührte sich nicht. Die Ärzte sind hingestürzt und haben begonnen, sie zu behandeln. Im Eingang des Lokals kauerte eine weitere Frau, ich glaube, sie hatte einen furchtbaren Schock", so Aida D.

Auch der Augenzeugin fuhr die Angst in die Glieder: "Wir wollten nur noch weg. Polizisten sperrten den Bereich, leiteten Fußgänger und Autos um, es war alles ein riesiges Chaos, und wir sind so schnell davon, wie es nur irgendwie möglich war. Wir liefen weg, und gleichzeitig kam von überall noch mehr Polizei mit Blaulicht", so die 23-Jährige zu "Heute".

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Patriot5611 am 08.03.2018 06:39 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn das die Zukunft Österreichs ist,...

    ...bekommt der Spruch "die gute alte Zeit" einen völlig neuen "Sinn". Ok, Einzelfälle gab es früher auch, aber heute gibt es Verbrechen "am laufenden Band". Das müssen schön langsam auch die linken Sozialromantiker zur Kenntnis nehmen!

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  • zimbo am 08.03.2018 06:59 Report Diesen Beitrag melden

    Ganz normal

    mittlerweile.Hat der ORF auch berichtet ?Aber die die so gewählt haben sollen sich nicht aufregen, Häupl, VdB und Vassilakou haben nur geliefert.

  • Wienerin am 08.03.2018 07:01 Report Diesen Beitrag melden

    Bilderbuch

    und wozu braucht man das Foto von der 'Aida' ?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Es el mejor medicamento ya la ponemos in am 08.03.2018 18:01 Report Diesen Beitrag melden

    Das schnelle Eingreifen des Dr. Walders,Orthopädi

    Der Rettung kam und der Notarzt war damit beschäftigt die spritzende Wunde mit Zu stoppen. Dem Zufall sei gedankt, dass gerade der Orthopädische Unfallchirurg, Dr. Ewald Walder, auf der Praterstaße sich auf seinem Heimweg befand und dem Leicht überforderten Sanitäter unterstützend zur Hilfe kam.

  • Wienerin am 08.03.2018 07:01 Report Diesen Beitrag melden

    Bilderbuch

    und wozu braucht man das Foto von der 'Aida' ?

    • Rottifrauerl am 08.03.2018 07:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Wienerin

      genau, liebe Wienerin !!! Einerseits war sie so geschockt, daß sie angeblich sofort weggelaufen ist und andererseits war sie anscheinend noch da, als die Medien angekommen sind. Und dieses Foto von ihr voll unnötig! Wichtig wäre, daß sie Verletzten wieder gesund werden!!!

    • Werner Abel am 08.03.2018 08:10 Report Diesen Beitrag melden

      Kunterbunt

      ...weil man sonst nur das öde Foto vom Einsatzfahrzeug hätte... :-)

    • Steve Blue am 08.03.2018 10:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Wienerin

      Wahrscheinlich um zu zeigen das sie durch und durch Österreicherin ist und nicht Ausländerin... gebe wahrscheinlich nen totalen Shitstorm

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  • zimbo am 08.03.2018 06:59 Report Diesen Beitrag melden

    Ganz normal

    mittlerweile.Hat der ORF auch berichtet ?Aber die die so gewählt haben sollen sich nicht aufregen, Häupl, VdB und Vassilakou haben nur geliefert.

  • Patriot5611 am 08.03.2018 06:39 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn das die Zukunft Österreichs ist,...

    ...bekommt der Spruch "die gute alte Zeit" einen völlig neuen "Sinn". Ok, Einzelfälle gab es früher auch, aber heute gibt es Verbrechen "am laufenden Band". Das müssen schön langsam auch die linken Sozialromantiker zur Kenntnis nehmen!

    • Sasa miletic am 08.03.2018 14:28 Report Diesen Beitrag melden

      Hr

      Orban hat recht !

    • Wolfgang am 08.03.2018 14:43 Report Diesen Beitrag melden

      Prater

      Glaub Ich nicht,die sind nur bemüht Ihre Taschen vollzustopfen. Es sei den es erwischt Sie selbst,dann schreit man RASSISMUS.

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