In Lebensgefahr

07. März 2018 21:32; Akt: 08.03.2018 12:25 Print

Messer-Attacke: Opfer sind dreiköpfige Familie

Am Mittwochabend stach ein Unbekannter auf der Praterstraße wahllos auf Passanten ein. Dabei verletzte er eine dreiköpfige Familie lebensgefährlich.

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Auf der Praterstraße hat am Mittwoch (7. März) ein vorerst Unbekannter eine dreiköpfige Familie nieder und flüchtete anschließend. Die Bluttat ereignete sich an einem Abgang zur U-Bahnstation Nestroyplatz. Eines der Opfer, ein 17 Jahre altes Mädchen, konnte sich schwer verletzt in ein nahes Asia-Restaurant retten. Sie und ihre Eltern (Vater 67, Mutter 56 Jahre alt) wurden mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert. Die Polizei sowie die Spezialeinheit WEGA suchten nach dem flüchtigen Mann. Eine knappe halbe Stunde später wurde ein 20-Jähriger auf dem nahen Praterstern ebenfalls mit einem Messer attackiert. Kurz darauf konnte ein 23-jähriger Afghane als Tatverdächtiger festgenommen werden. Lange Zeit war unklar, ob es sich bei dem Verdächtigen auch um den Täter aus der Praterstraße handelt. Der junge Mann wurde am Donnerstag einvernommen und zeigte sich gegenüber der Polizei geständig beide Taten begangen zu haben. Er selbst gab an, dass er in einer schlechten, aggressiven Stimmung war, auf seine gesamte Lebenssituation wütend war. Deshalb habe die Familie angegriffen. Am Praterstern habe er schließlich einen Bekannten, den 20-Jährigen, angegriffen, weil er diesen für seine vergangene Drogensucht verantwortlich macht. Berichte, wonach die Tat politisch motiviert gewesen sein soll, wurden durch die Aussage des Verdächtigen widerlegt. Die Nachfrage, ob die Tat auch politisch motiviert war, habe der 23-Jährige eindeutig verneint, so die Polizei am Donnerstag. In der Nacht auf Donnerstag konnten drei der vier Opfer von den Ärzten stabilisiert werden: Die beiden Frauen (56 und 17), sowie ... ... der verletzte Mann am Praterstern (20) befinden sich nicht mehr in Lebensgefahr. Der Gesundheitszustand des Mannes (67) ist nach wie vor kritisch.

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Bei einer offenbar wahllosen Messerattacke wurde eine dreiköpfige Familie - Eltern und ihre erwachsene Tochter - am Mittwochabend in Wien-Leopoldstadt lebensgefährlich verletzt. Die Attacke trug sich gegen 19.45 Uhr auf der Praterstraße in der Nähe der U1-Station Nestroyplatz zu.

Die drei Personen wurden von mehreren Messerstichen getroffen und brachen zusammen. Der Täter flüchtete anschließend in Richtung Praterstern. Die drei Opfer wurden von der Berufsrettung ins Spital gebracht. Während die beiden Frauen inzwischen stabilisiert werden konnten, befindet sich der Mann weiterhin in Lebensgefahr.

Mögliches viertes Opfer

Kurze Zeit nach der Tat gab es am nahegelegenen Praterstern ebenfalls einen durch einen Messerstich Verletzten. Ob dieser vom selben Täter niedergestochen wurde, ist derzeit nicht bekannt. Die Polizei ermittelt, ob ein Zusammenhang besteht. Die Tatorte sind nur wenige Gehminuten voneinander entfernt.


Hintergründe unbekannt

Der Täter, nach dem unter Hochdruck gefahndet wird, suchte sich seine Opfer offenbar wahllos aus. Die Hintergründe der Tat sind derzeit noch unklar.

Messerattacke in Wien: Die Schlagzeilen der Welt

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Josef Sepperl am 07.03.2018 22:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gewalt und Brutalität an der Tagesordnung

    Jetzt wird das Bewegen im Öffentlichen Raum immer mehr zu einem Überlebenskampf. So soll man weiterleben wie bisher und keine Angst zeigen. Schöne und SICHERE Stadt????

  • Homo Austriacus am 07.03.2018 22:16 Report Diesen Beitrag melden

    Nachdenklich

    Vielleicht hatte der ungarische Kanzleramtsminister gar nicht so unrecht.

  • Drakensang am 07.03.2018 23:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nicht mehr sicher

    Furchtbar! Wien ist nicht mehr so sicher wie wir es kennen. Andauernd zuckt irgendeinPsycherl aus und gefährdet Menschen mit einem Küchenmesser. Hier wurde eine anscheinend friedliche Familie zum Opfer. Ich wünsche der Familie eine gute Erholung ihrer Verletzungen, auch im psychischen Bereich. Als Einzelfall kann man alles betrachten, da Täter und Opfer immer andere sind. Wenn man es aber auf die Waffe und auf den Zeitraum von 1 Tag reduziert, haben fast alle das Gleiche aussehen: Die Täter greifen zum Messer, da es einfach aber recht wirksam ist und man nicht davon ausgehen muss, dass man in einem Faustkampf selbst eine in die Goschn bekommt.

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Wer sonst am 08.03.2018 09:17 Report Diesen Beitrag melden

    Ja ich

    Brauche bitte Personenschutz - will heute am späten Nachmittag ins Donauzentrum fahren, um dort etwas abzuholen, was ich bestellt habe.

  • Hans Wurst am 07.03.2018 23:19 Report Diesen Beitrag melden

    Und wieder ...

    ... einer der gut Integrierten.

  • Drakensang am 07.03.2018 23:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nicht mehr sicher

    Furchtbar! Wien ist nicht mehr so sicher wie wir es kennen. Andauernd zuckt irgendeinPsycherl aus und gefährdet Menschen mit einem Küchenmesser. Hier wurde eine anscheinend friedliche Familie zum Opfer. Ich wünsche der Familie eine gute Erholung ihrer Verletzungen, auch im psychischen Bereich. Als Einzelfall kann man alles betrachten, da Täter und Opfer immer andere sind. Wenn man es aber auf die Waffe und auf den Zeitraum von 1 Tag reduziert, haben fast alle das Gleiche aussehen: Die Täter greifen zum Messer, da es einfach aber recht wirksam ist und man nicht davon ausgehen muss, dass man in einem Faustkampf selbst eine in die Goschn bekommt.

    • 0,Josef am 08.03.2018 08:07 Report Diesen Beitrag melden

      Messeratacke

      Pfefferspray und sich selber ihn sicherheit bringen.

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  • Homo Austriacus am 07.03.2018 22:16 Report Diesen Beitrag melden

    Nachdenklich

    Vielleicht hatte der ungarische Kanzleramtsminister gar nicht so unrecht.

  • Susan gb am 07.03.2018 22:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Streit um...

    Sicher lauter ur-Wiener die sich um ein Schnitzel gestritten haben