Hochegger stundenlang befragt

21. Dezember 2017 14:56; Akt: 21.12.2017 15:34 Print

Fragen-Feuerwerk und "akzeptable Wahrheiten"

Unerbittlich präzise hielt die Richterin dem Angeklagten Hochegger seine früheren Einvernahmen vor. Hier die Highlights!

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Ein akribisches Fragen-Feuerwerk entfaltete sich an Tag 7 im Großen Schwurgerichtssaal im Wiener Straflandesgericht. Peter Hochegger stand abermals im Mittelpunkt, die Richterin überprüfte bis zur letzten Minute jedes kleinste Detail.

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Worum ging es? Da Hochegger bereits vor der Verhandlung mehrere Male einvernommen wurde, musste ihm die Richterin jede einzelne dieser Befragungen vorhalten und sozusagen "durchackern". Was hat er wann gesagt? Stimmt das jetzt, oder nicht?

"Stimmt."

Präzise und unerbittlich ging Richterin Marion Hohenecker alles durch. Widersprüche wurden an jenen Stellen aufgedeckt, an denen Hochegger in der Vergangenheit sein Wissen über angebliche Involvierung Grassers verschwiegen hat. Hier korrigierte Hochegger im Gerichtssaal die Aussagen, an anderen Stellen hatte er ein paar Anmerkungen. Über weite Strecken hörte man nur: "Ja, das ist richtig.", "Ja, das hab ich auch gestern so ausgesagt.", "Stimmt."

Herr W. widerspricht

Ob Hochegger mitbekommen hat, dass der Bank-Manager W. (der ihm verraten haben soll, dass Grasser mitkassierte), seine Behauptungen als "Fake News" bezeichnet, wird nicht klar. Er präzisiert vielmehr die Umstände des vielsagenden Treffens im Jahr 2005. Man habe sich in einem kleinen Raum im ersten Stock des Hotels am Stephansplatz getroffen, höchstens eine halbe Stunde lang. Er habe das Gefühl gehabt, W. sei in dem Hotel Stammgast gewesen.

Angesprochen auf die Reaktion der weiteren Beschuldigten auf seine Aussagen sagte Hochegger: "Das liegt in der Natur der Sache, dass die Mitangeklagten mit meinen Aussagen nicht glücklich sind. Ich kann dazu aber nichts sagen."

Klicken Sie hier, um die Reaktion Walter Meischbergers auf Hocheggers Aussagen zu sehen.

"Akzeptable Wahrheit"

Die Phrase des Tages kam schon am Vormittag. Einem Journalisten gegenüber habe er im Jahr 2009 die Beteiligung Meischbergers am Projekt verschwiegen. "Das war damals eine akzeptable Wahrheit für mich", sagte Hochegger.

Auch Terminal Tower-Provision aufgeteilt

Hochegger führte auch aus, dass die 200.000 Euro der Terminal Tower-Provision ebenfalls auf die "Viererbande" aufgeteilt worden sein sollen. Er selbst will sich 20.000 Euro behalten haben, 180.000 Euro seien dann an "die Drei" gegangen (Meischberger, Grasser, Plech), das wissen er heute. Damals will er das nicht gewusst haben.

Die Steuern in Zypern

Verwundert zeigte sich die Richterin, als Hochegger ihr erklärte, dass es zur "Steuerschonung" auch in Zypern mehrere Firmen gegeben habe. "Da zahlt man ja eh nur 5 Prozent Steuern, da gibt es auch noch Handlungsspielraum?", fragte Hohenecker. "Ja, in Zypern war das so. Das war halt eine Briefkastenfirma", erklärte Hochegger.

Der letzte Prozesstag vor Weihnachten ging nach der Besprechung sämtlicher früherer Einvernahmen Hocheggers zu Ende. Nach Weihnachten wird er sich dann den Fragen der übrigen Prozessbeteiligten stellen müssen.

Lesen Sie hier den heutigen Verhandlungstag im Live-Ticker nach:

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • AuchneMeinung am 21.12.2017 09:41 Report Diesen Beitrag melden

    Umfallen wie beim Kegeln

    einer nach dem Anderen. Für den Herr KHG schauts derzeit zappendüster aus. Da werden jetzt noch ganz andere zu schwitzen anfangen. Denn je enger sich die Schlinge zuzieht, desto eher könnte es sein, dass das bisherige arme Opfer selber auspackt! Und dann könnte noch ganz andere "Kaliber" ins Fadenkreuz der Justiz gelangen.

    einklappen einklappen
  • Shabeskeer am 21.12.2017 09:59 Report Diesen Beitrag melden

    Shabeskeer

    Ka vielleicht kommt ja die Wiederaufnahme vom Bawag prozess mit neuen gestädnissen --- Bekommt eigentlich da Herr grasser eine fussfessel?wenn er keine Arbeit hat ?

  • Max Mustermann am 21.12.2017 09:54 Report Diesen Beitrag melden

    Omas Broschen

    Neeeinn, Herr Dohr trägt heute einen normalen Anzug. Wieso das denn!? Wird er seiner Oma die Broschen nach dem Prozeß zurückgeben?

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Sucher am 22.12.2017 09:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gericht

    Was hat eigentlich damals Bandion Ortner verhandelt ?

  • Shabeskeer am 21.12.2017 11:50 Report Diesen Beitrag melden

    Shabeskeer

    Vielleicht weiss ja der grasser was über den sich selbst nennenden höchsten von öszerreich,der Präsident ist es leider nicht,da gibt es vielleicht straferlass? Fragen kostet ja nix

  • Lektorius II am 21.12.2017 11:50 Report Diesen Beitrag melden

    Kleiner Raum ?

    Da war der wohl mit dem BumBum B... :-)

  • Shabeskeer am 21.12.2017 09:59 Report Diesen Beitrag melden

    Shabeskeer

    Ka vielleicht kommt ja die Wiederaufnahme vom Bawag prozess mit neuen gestädnissen --- Bekommt eigentlich da Herr grasser eine fussfessel?wenn er keine Arbeit hat ?

  • Max Mustermann am 21.12.2017 09:54 Report Diesen Beitrag melden

    Omas Broschen

    Neeeinn, Herr Dohr trägt heute einen normalen Anzug. Wieso das denn!? Wird er seiner Oma die Broschen nach dem Prozeß zurückgeben?