Österreich

Kärntnerin saß lieber im Häf'n, als heimzukommen

13.09.2021, 18:37
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Ein Blick ins Innere eines Frauengefängnisses in Kalkutta, Indien. Archivbild, 2008.
Bild: Reuters

Die 38-Jährige wurde wegen eines abgelaufenen Visums in Indien verhaftet. 22 Monate saß sie hinter Gitter ehe sie sich bei der Botschaft meldete. Jetzt darf sie nach Österreich zurück.

Seit Freitag befinden sich die Frau wieder zurück in der Heimat. Trotzdem bleiben noch viele Fragen offen. Die brennendste ist und bleibt jedoch: Warum hatte sie nicht die österreichische Botschaft informiert? Aber der Reihe nach. Die 38-Jährige war in Indien festgenommen worden, nachdem ihre Aufenthaltserlaubnis abgelaufen war. Die Behörden leiteten ein Strafverfahren ein, die Visa-Bestimmungen sind in dem asiatischen Land sehr streng. Bei einer Verurteilung drohen bis zu fünf Jahre Haft. Erst nach fast zwei Jahren hinter Gittern im südindischen Kerala wandte sich die Kärntnerin Hilfe suchend an die Botschaft. Warum sie nicht schon früher das österreichische Außenministerium informiert hatte, das konnte nicht einmal Sprecher Peter Guschelbauer sagen, wie der "ORF" am Samstag berichtet. Dieses hätte ihr den langen Aufenthalt im Häf'n wohl ersparen können. Denn innerhalb eines Monats nach ihrem Ansuchen konnten die Diplomaten eine Freilassung der 38-Jährigen und ihre Abschiebung nach Österreich erwirken.

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    (red)