Wie Alkohol und Rauchen die Libido beeinflussen

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Eine amerikanische Studie hat aufgezeigt, dass Alkohol die Testosteronproduktion bei Frauen und damit ihren Liebes- und Lustdrang erhöht. Allerdings nur bis zu einer bestimmten Menge. Eine andere Studie hat indes nachgewiesen, dass Zigaretten genau den gegenteiligen Effekt haben.


Am besten flirtet es sich immer noch im Lokal bei einem guten Getränk. Glaubt man einer im US-Magazin "Nature" veröffentlichten Studie, hängt das nicht nur mit guten Gesprächen oder flirtfreundlicher Atmosphäre zusammen. Die Studienautoren konnten nachweisen, dass Alkohol die Testosteronproduktion bei Frauen ankurbelt. Das wirkt sich positiv auf die Libido, also den Liebes- und Lusttrieb, aus. Die anregende Wirkung gilt natürlich auch für den Mann.

Die Menge macht's

Allerdings nur bis zu einer bestimmten Menge. Denn Alkohol macht auch schlaff und das besonders bei größeren Mengen. Will man die anregende Wirkung von Wein, Bier und Co. nützen, ohne schlapp zu machen, sollte man eine kritische Dosis von einem halben Gramm Alkohol pro Kilo an Körpergewicht nicht überschreiten. Bei einem Mann mit einem Gewicht von 75 Kilo bedeutet das, dass ab einer halben Flasche Wein Schluss sein sollte. Mit dem oft zitierten "Schöntrinken" sollte dies also nicht verwechselt werden.

Weniger Sex durch Nikotin

Wo gemäßigter Alkoholkonsum also ein für das Liebesleben durchaus "nützliches" Laster sein kann, sollte man sich von Zigaretten verabschieden. Der US-Psychologe James White hat in einer Studie zur sexuellen Aktivität von Rauchern nämlich herausgefunden, dass Nichtraucher ein größeres Bedürfnis nach Sex haben. Das Verhalten von 51 männlichen Rauchern hat White untersucht. Während sie vorher lediglich durchschnittlich 1,2 mal pro Woche Sex mit ihrer Partnerin hatten, stieg die Häufigkeit nach einer Entwöhnungskur auf 2,6 mal pro Woche an.

White kommt zu dem Schluss, dass das Rauchen den Anteil der Sexualhormone im Blut reduziert. Doch nicht nur der sexuelle Appetit nimmt durch den blauen Dunst ab. Auch die Blutzufuhr zu den Geschlechtsorganen wird dadurch verlangsamt, was sich negativ auf die männliche Standfestigkeit auswirken kann. Bei Raucherinnen dürfte das Laster zu ähnlichen Auswirkungen führen.

Wenn Sie also bis jetzt nach einem guten Grund gesucht haben, um mit dem Rauchen aufzuhören, haben Sie ihn gefunden. Ihr Partner wird den Unterschied sicher merken.
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