Hallenbad lässt nur drei Flüchtlinge gleichzeitig rein

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Ein Hallenbad im in der Schweizer Gemeinde Meggen sorgt europaweit für Aufsehen: Aufgrund von "beschränkten Platzverhältnissen" dürfen nur mehr drei Asylwerber sich gleichzeitig im Bad aufhalten. Experten wittern massive Diskriminierung.
Ein Hallenbad im in der Schweizer Gemeinde Meggen sorgt europaweit für Aufsehen: Aufgrund von "beschränkten Platzverhältnissen" dürfen nur mehr drei Asylwerber sich gleichzeitig im Bad aufhalten. Experten wittern massive Diskriminierung. 

Das Thema Asyl- und Flüchtlingspolitik bestimmt dieser Tage die Medienlandschaft. Nachdem sich die Schweizer am Sonntag hatten, das kriminell gewordenen Ausländern automatisch das Bleiberecht gekostet hätte, sorgt nun der nächste Fall für Aufsehen. 

In Meggen wurde in einem Hallenbad ein Regelung erlassen, die es nur mehr drei Flüchtlingen auf einmal erlaubt, das Bad zu betreten. Die Gemeinde argumentiert mit den beschränkten Platzverhältnissen und der Größe des Beckens, wie "blick.ch" berichtet.

Der Schweizer Staatsrechtsprofessor ortet jedoch Diskriminierung: "Es ist zulässig aus Sicherheitsgründen eine Maximalbelegung festzulegen. Diese muss dann aber für alle gelten. Die aktuelle Regelung verstößt gegen das Diskriminierungsverbot der Schweizer Verfassung."

Von einer Politikerin wurde das Bad als "sensible Zone" definiert, da es neben einer Schule steht. Die Sozialvorsteherin Mirjam Müller-Bodmer erklärt: "Damit diese Nutzung weiter so erfolgen kann und weil uns die Sicherheit der Asylbewerber in der Schwimmhalle wichtig ist, hat der Gemeinderat entschieden, dass bis drei Asylbewerber mit einer Begleitperson im Hallenbad schwimmen können."
 
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