Versandhaus-Gründer Otto ist tot

Bild: keine Quellenangabe
Der Hamburger Kaufmann und Unternehmer Werner Otto ist tot. Im Alter von 102 Jahren starb der Gründer des Otto-Versands im Kreis seiner Familie.


Mit einem Startkapital von 6000 D-Mark baute er das Unternehmen auf und legte den Grundstein für einen Weltkonzern.

Als einer der ersten Händler verzichtete Otto auf Nachnahmesendungen und belieferte seine Kunden gegen Rechnung. Entgegen anderen Vorbildern setzte er von Anfang an weniger auf niedrige Preise als auf Qualität. Damit befreite er die Versandhausbranche vom Geruch des Kleine-Leute-Handels und eroberte neue Käuferschichten.
1953 setzte das Versandhaus bereits fünf Millionen D-Mark um, 1955 waren es 28 Millionen. Von 1965 an lag der Otto-Versand fast immer an der Spitze seiner Branche.
Ottos ältester Sohn Michael formte die Otto Group ab den achtziger Jahren zu einem Weltkonzern um. Der Vater baute unabhängig davon mit der ECE ein zweites Erfolgsunternehmen auf, heute die führende Entwicklungs- und Managementgesellschaft für Einkaufscenter in Europa.
Bereits 1966 hatte sich Otto weitgehend aus der direkten Unternehmensführung zurückgezogen und den Vorstandsvorsitz der geschäftsführenden GmbH unter Günter Nawrath überlassen. Otto begnügte sich mit dem Vorsitz des Aufsichtsrats. Im Februar 1981 kam es zu einem weiteren doppelten Wachwechsel, als Otto entsprechend einer früheren Ankündigung auch den Stuhl des Aufsichtsratsvorsitzenden räumte und Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrats auf Lebenszeit wurde.
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