62 Prozent mehr islamfeindliche Fälle

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Die Zahl islamfeindlicher Übergriffe steigt in Österreich rasant an. Im Vorjahr gab es 253 Vorfälle. Die Opfer waren fast immer Frauen.
Die "Dokumentations- und Beratungsstelle Islamfeindlichkeit und antimuslimischer Rassismus" hat im vergangenen Jahr bei "islamfeindlichen bzw. antimuslimischen rassistischen Fällen" einen Anstieg um 62 Prozent gegenüber 2015 verzeichnet.Betroffen waren mit 98 Prozent fast ausschließlich Frauen.

Die Dokustelle, ein Projekt der Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen, hat am Montag zum zweiten Mal ihren Rassismus-Report veröffentlicht. Wurden 2015 noch insgesamt 156 Fälle dokumentiert, stieg diese Zahl 2016 auf 253 an, berichtete die APA.

31 Prozent davon waren verbale Angriffe, 30 Prozent fielen in die Kategorie "Hassrede/Hate Speech", zwölf betragen Institutionen, die sich für Muslime einsetzen. Sieben Prozent waren Beschmierungen, fünf Hassverbrechen und vier Diskriminierungen.Die Fälle passierten hauptsächlich "im Vorbeigehen" oder in öffentlichen Verkehrsmitteln.

Zivilcourage

Die Dokustelle hat sich auch die Bereitschaft zur Zivilcourage in den einzelnen Fällen angesehen. Bei verbalen Angriffen wurde nur in etwa 30 Prozent der Fälle Hilfe geleistet, bei physischen Angriffen zu 50 Prozent. Die Bereitschaft zur Zivilcourage hat sich zumindest im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert. (red)

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