Frau ließ sich Hundezelle in Eizelle einpflanzen

Die slowenische Künstlerin Maja Smrekar
Die slowenische Künstlerin Maja SmrekarBild: AEC
Der Prix Ars Electronica sorgte heuer für kräftiges Aufsehen. Grund: ein "Kunst"-Projekt, bei dem in eine Eizelle der Künstlerin eine Hundezelle eingepflanzt wurde.
Die slowenische Künstlerin Maja Smrekar wurde heuer beim Prix Ars Electronica in Linz mit der Goldenen Nica ausgezeichnet. Ihr Siegerprojekt "ARTE_mis": Sie ließ sich in eine Eizelle eine Zelle ihres Hundes einsetzen ("Heute" berichtete). Das Ergebnis ist eine neue Zelle, die theoretisch ein Mischwesen aus Hund und Mensch als Resultat haben könnte.

Die FPÖ übte bereits im Juni heftige Kritik an der Kunstaktion. Und stellte eine parlamentarische Anfrage an Kulturminister Thomas Drozda (SPÖ). Jetzt liegt die Antwort vor. Und diese belegt: Die Ars Electronica erhält auch Förderungen aus öffentlicher Hand.

Bundeskanzleramt fördert

"Das Bundeskanzleramt, Sektion Kunst und Kultur, fördert mit einem anteiligen Zuschuss zu den Gesamtkosten des Festivals", schreibt Drozda in seiner Antwort.Die Förderhöhe nennt er darin nicht. Auf "Heute"-Nachfrage heißt es in seinem Ressort: Man steuert 7,4 % des Budgets der Ars Electronica bei – das sind immerhin 130.000 Euro. Auch das Land Oberösterreich und die Stadt Linz fördern das Festival. Linz trägt sogar rund 56 % zum Budget bei. Und noch eines zeigt sich: Stolze 140.000 Euro Förderungen fließen von der EU.

Für Drozda überschreitet das Projekt die Grenzen der Freiheit der Kunst nicht, wie er schreibt: "Unter diese fallen auch künstlerische Ausdrucksformen, die nicht gesellschaftlich anerkannt sind sowie Ausdrucksformen, die verstören können."

CommentCreated with Sketch.100 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Drozda: "Kein Handlungsbedarf"

Diese Freiheit der Kunst bringe es mit sich, "dass dem Staat hier keine Urteilsfunktion zukommt". Eine Grenze könne allerdings in der Verletzung strafrechtlicher Bestimmungen liegen. Das scheine allerdings hier nicht der Fall. Dementsprechend sieht Drozda in dieser Causa übrigens auch "keinen Handlungsbedarf".

Smrekar erhält die Auszeichnung übrigens Anfang September.

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