Wiener Polizei zerschlägt internationalen Drogenring

Ein 45-Jähriger importierte kiloweise Heroin und Kokain nach Österreich. 25 mutmaßliche Suchtgifthändler wurden festgenommen.
Nachdem das Landeskriminalamt Wien unter der Mitwirkung der Außenstelle West schon Ende Dezember 2016 einen Drogenring zerschlagen konnte, gingen die Ermittler weiteren Hinweisen auf eine Neuformierung der Gruppe nach.

Im Zuge der umfangreichen Ermittlungen des LKA Außenstelle West (Gruppe Kaufmann) gelang es nun auch den neuformierten Drogenring zu zerschlagen. Die Tätergruppe rund um einen 45-jährigen Nigerianer, der als Organisator fungierte, importierte mehrere Kilogramm Heroin und Kokain nach Österreich.

Folgende Bilanz kann nach der Festnahme des 45-Jährigen gezogen werden – 25 mutmaßliche Suchtgifthändler wurden festgenommen. Dabei handelt es sich um:

»Den Organisator, der in Holland ausgeforscht, festgenommen und nach Österreich ausgeliefert wurde

»vier Großverteiler, die das Suchtgift von den Kurieren zur Weiterverteilung an Subdealer übernommen hatten

»20 Kuriere, die das Suchtgift aus Holland und Spanien über diverse verschleierte Transportrouten nach Wien geschmuggelt hatten, um es an die Großverteiler zu übergeben.



CommentCreated with Sketch.3 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Insgesamt konnten mehr als 20 Kilogramm Suchtgift (17.390,50 Gramm Kokain, 2.933,90 Gramm Heroin) sichergestellt werden.



Straßenverkaufswert: 30 Millionen Euro

Alleine durch die oben genannten Sicherstellungen verhinderten die Ermittler den Verkauf von hochgerechnet 1.700.000 Suchtgiftkugeln die für den Straßenverkauf in den umliegenden Bundesländern, vorwiegend aber für den Straßenverkauf in Wien gedacht waren.

Des Weiteren konnten den Mitgliedern der kriminellen Organisation 58 Suchtgifttransporte von insgesamt 58 Kilogramm Kokain und Heroin mit einem Straßenverkaufswert von mindestens 30 Millionen Euro nachgewiesen werden.



Über die zum Großteil nicht geständigen Mitglieder der Tätergruppe wurde nach deren Festnahme jeweils die U-Haft verhängt.

"Die Ermittler des Landeskriminalamts Außenstelle West haben dank eines guten kriminaltaktischen Vorgehens eine großartige Leistung vollbracht", bedankte sich Landespolizeipräsident Gerhard Pürstl bei den Beamten und kündigte auch weiterhin ein konsequentes Einschreiten gegen die Suchtmittelkriminalität an: "In diesem Fall ist deutlich zu erkennen, dass die Wiener Polizei fest entschlossen gegen den organisierten Drogenhandel vorgeht. Die Ermittlungen gegen Hintermänner werden auch in Hinkunft ebenso konsequent betrieben werden wie die Bekämpfung des offenen Straßenhandels". (red)

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