"Die Politik muss sehr blind gewesen sein"

Im Puls 4-Studio diskutierte Kanzler Christian Kern (SP) mit Unternehmern über seine Pläne für Österreich. Auch Rapper Nazar nahm am Format teil - und hielt sich mit Kritik an Politik und Integration nicht zurück.

Im Puls 4-Studio diskutierte Kanzler Christian Kern (SP) am Montag mit Unternehmern über seine Pläne für Österreich. Auch Rapper Nazar nahm am Format teil - und hielt sich mit Kritik nicht zurück.
"Absolute Top-Priorität" habe, so Kern von Moderatorin Corinna Milborn auf den Terrorverdächtigen von Wien angesprochen, derzeit die Sicherheitslage im Inland. Ein umfangreiches Maßnahmenpaket sei geplant. Zu denken gebe, dass der verdächtige 17-Jährige in Österreich aufgewachsen und sozialisiert worden sei - und dennoch terroristische Tendenzen entwickelt habe.

Nazar, Musiker mit Wurzeln im Iran, konnte von Schwierigkeiten bei der Integration ein Lied singen. Menschen mit Migrationshintergrund hätten es am Arbeitsplatz besonders schwer, Perspektiven würden ihnen nur vorgegaukelt, junge Migranten fühlten sich ausgegrenzt, kritisierte der 32-Jährige.

"Die Politik muss sehr blind gewesen sein, in den letzten zehn Jahren", setzte der Rapper nach. Gerade in der Wartezeit auf einen Asylbescheid seien Menschen zum Nichtstun verdammt - "da kann man nur auf dumme Ideen kommen." Man müsse Migranten rasch in den Arbeitsmarkt integrieren, um ihnen Sprache und Werte zu vermitteln. 

Dem stimmte auch der Kanzler zu. Kern betonte allerdings, dass er "keinen Niedriglohnsektor" durch schlecht bezahlte Migranten schaffen wolle. Sprachkurse, Wertekurse und Arbeitspraktika stünden im Mittelpunkt seines Integrationsprogramms.

Die gesamte Diskussion über Arbeitszeiten, Mindestlohn, Integration, Steuerlast und vieles mehr finden Sie im Live-Ticker zum Nachlesen:

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