"Erschießen oder Arbeitslager? Unfassbar"

Mit einer Aussage auf dem Strategiekongress sorgte ein Mitglied der Linken in Deutschland für Empörung – und für eine unbequeme Situation des Parteichefs.

"Energiewende ist auch nötig nach einer Revolution, und auch wenn wir das eine Prozent der Reichen erschossen haben, ist es immer noch so, dass wir heizen und uns fortbewegen wollen." Nach diesen Worten eines Mitglieds der Linken auf einem Strategiekongress in Kassel hagelte es für die deutsche Partei Kritik.

Bei den Teilnehmern ging ein Raunen durch die Menge, vereinzelt war verhaltener Applaus zu hören. Linken-Chef Bernd Riexinger steuerte mit seiner Zurückhaltung zu den Aussagen der Genossin nicht wirklich etwas zur Beruhigung bei. "Wir erschießen sie nicht, wir setzen sie für nützliche Arbeit ein", fügte der 64-Jährige an.

"Abscheuliche" Haltung

CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak bezeichnete die Haltung der Partei und jene von Riexinger auf Twitter als "abscheulich". "Erschießen oder Arbeitslager? Unfassbar! Deshalb keine Zusammenarbeit mit Die Linke", schreibt der 34-Jährige dort weiter.

Der CDU-Bundestagsabgeordneter Mark Hauptmann twitterte Ähnliches.

Und CSU-Generalsekretär Markus Blume sieht gar Riexingers "Rücktritt vom Parteivorsitz als unausweichlich".

Dieser versuchte derweil, sich zu erklären und bedauerte seine erste Reaktion auf der Strategiekonferenz. Der Kommentar einer Teilnehmerin sei "inakzeptabel".

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