"Intrigen sind in der SPÖ an der Tagesordnung"

SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner
SPÖ-Chefin Pamela Rendi-WagnerBild: picturedesk.com
SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner spricht in einem Interview über ihre Fehler. Einer davon: Die Vertrauensfrage nicht am Anfang gestellt zu haben.

In einem Interview mit mehreren österreichischen Tageszeitungen anlässlich der laufenden Mitgliederbefragung spricht SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner über sich und die Partei. Mit Kritik an der SPÖ hält sie dabei nicht hinterm Berg.

"Intrigen an der Tagesordnung"

Gleich vorweg: Ein zahlenmäßiges Ziel für ihre Vertrauensfrage will sich Rendi-Wagner noch immer nicht setzen. Da bleibt sie hart.

Hart geht sie auch mit dem bisherigen Zustand der Partei ins Gericht - den will sie mit der Mitgliederbefragung ändern und wieder für Einheit sorgen. Derzeit nämlich - und schon seit mehreren Jahren - stünden "Intrigen und Selbstbeschädigung leider auf der Tagesordnung".

Rendi-Wagner hat es satt

Auch die Solidarität innerhalb der Partei lasse zu wünschen übrig, da nimmt sich die Chefin kein Blatt vor den Mund. Ein Fehler, den sie wahrscheinlich gemacht hat: "Die Mitgliederbefragung nicht gleich zu Beginn meiner Amtszeit als Vorsitzende durchgeführt zu haben."

Kritik an der Partei-Chefin, dem Partei-Chef, das habe in "unserer Partei leider System". Dass sie wie ihr Vorvorgänger Werner Faymann enden könnte, daran will Rendi-Wagner nicht denken. Sie habe da ein anderes Politikverständnis: "Es interessiert mich nicht, wenn irgendwo in einem Hinterzimmer Messer gewetzt werden. Ich habe diese Postenschacherei und diese Ego-Spielchen so satt."

Trotz all dem geht Rendi-Wagner davon aus, dass ihr alle Länderchefs der SPÖ ihr Vertrauen aussprechen werden. Ergebnisse der Mitgliederbefragung hat die SPÖ für Mitte April angekündigt.

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