"Keine Ahnung!" Spieler legt im Tennis-Streit nach

Österreichs Davis-Cup-Team: Zukunft ungewiss
Österreichs Davis-Cup-Team: Zukunft ungewissBild: GEPA-pictures.com

Tennis-Trainer Wolfgang Thiem zieht seine Spieler nach einem Konflikt mit dem Verband aus der Südstadt ab. Damit ist die Zukunft des rot-weiß-roten Davis-Cup-Teams ungewiss. Doppel-Ass Oliver Marach spricht jetzt Klartext.

Österreich schlug Uruguay mit 3:1, zog damit ins Davis-Cup-Finale Ende November in Madrid ein. Das ist ein sportlich großer Erfolg, bringt zudem dem Tennisverband wichtiges Geld.

Trotzdem geht es hinter den Kulissen rund. Kurz nach dem Aufstieg in Premstätten, bei dem Dennis Novak in Abwesenheit von Dominic Thiem zwei Punkte beisteuerte, platzte die "Tennis-Bombe": Wolfgang Thiem wird seine Schützlinge Novak, Jurij Rodionov und Sebastian Ofner aus dem Bundesleistungszentrum Südstadt abziehen und seine Zelte künftig bei "Better Tennis" aufschlagen. Auch die Zukunft seines Sohnes Dominic Thiem ließ er offen.

Der Hintergrund: Papa Thiem wurde von Tennis-Funktionären, denen es in erster Linie um Macht geht, am Zutritt zum Sportdirektor-Posten in Österreich gehindert. Er wollte das System verbessern. "Ich will Strukturen schaffen, dass jeder Tennisprofi werden kann", sagte er "Heute". "Ich bin kein Retter, aber die Leerläufe müssen ein Ende haben. Es läuft zu viel falsch."

Das wurde von den Landesverbänden verhindert. "Es war ein Angebot an den Verband, der hat anderes vor. Damit hat es sich", stellt Thiem in der "Kronen Zeitung" klar. "Dem ÖTV sollte es in erster Linie um die Nachwuchsförderung gehen, nicht immer um den Davis Cup. Aber er zäumt das Pferd stets von hinten auf. Und ob Dominic im November Davis Cup spielt, steht auf meiner Prioritätenliste ganz weit hinten. Denn das hängt natürlich auch vom Saisonverlauf ab."

Wie geht es jetzt weiter? Davis-Cup-Kapitän Stefan Koubek beteuert: "Ich hoffe natürlich, dass auch Dominic - trotz der Probleme seines Vaters mit dem Verband - dabei sein wird."

Klare Worte zu den Turbulenzen findet Doppel-Ass Oliver Marach: "Im Verband geht es immer nur um Macht und Politik. Da wollen Leute mitreden, die keine Ahnung vom Tennissport haben. Dabei sollte er sich um hervorragende Trainer und Experten kümmern", stellt die ehemalige Nummer eins der Doppel-Weltrangliste klar.

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