"Mein 'Fahrradi' wurde einfach kaputt gefahren"

Der "Lack" ist ab, die Karosserie beschädigt. Der langsamste Ferrari der Welt – ein Kunstobjekt von Hannes Langeder – wurde von Jugendlichen zu Schrott gefahren.
"Von der Recherche bis hin zum Bau hat es sicher ein Jahr gedauert bis der 'Fahrradi' fertig war", erzählt Hannes Langeder im Gespräch mit "Heute". 2012 hat der Linzer Künstler den knallroten "Fahrradi Farfalla FFX" gebaut.

Der Wagen ist eine Mischung aus Fahrrad und Auto. Äußerlich entspricht das Fahrzeug dem eines richtigen Ferraris, darunter röhrt allerdings kein Motor. Bewegt wird das Fahrzeug wie ein tiefergelegtes Fahrrad. Am ehesten vergleichbar mit einem Go-Kart.

16-Jährige machten "Spritzfahrt"

"Es ist der langsamste Sportwagen der Welt."

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"Sehr viel schneller als fünf km/h fährt man damit im Schnitt nicht", so Langeder. "Was ihn auch noch besonders macht sind die Flügeltüren. Die hat ein original Ferrari nämlich nicht", so der 54-Jährige weiter.

Seit Dezember 2017 ist der "Fahrradi" in der Tabakfabrik ausgestellt. Und dort wurde er Mitte April auch fast zu Schrott gefahren, wie jetzt erst über die Polizei bekannt wurde. Denn jetzt hat man die Täter ausgemacht: eine Gruppe Jugendlicher. Die vier 16-Jährigen hatte den Wagen aus dem unversperrten Eingangsbereich der Tabakfabrik damals in den Hof getragen. Bei dieser Aktion wurde der "Fahrradi" bereits leicht beschädigt.

Hannes Langeder und sein "Fahrradi" in Spiegel TV:



Gegen Betonsockel gefahren

Richtig zur Sache ging's dann aber beim Rumkurven. Dabei wurde der Wagen im vorderen Bereich der Karosserie stark beschädigt, als er gegen einen Betonsockel gefahren wurde. "Die Reparaturen werden mir wieder enorm viel Zeit kosten – nicht nur die Lackierarbeiten", sagt Langeder im "Heute"-Gespräch.

Der "Fahrradi" soll über die Tabakfabrik auf etwa 80.000 Euro versichert worden sein. "Ob die Versicherung für die gesamten Kosten aufkommt, ist noch fraglich", so Langeder, der jetzt auf der Suche nach einer Garage für seinen "Fahrradi" ist.

"Vielleicht findet sich ja über 'Heute' jemand der daran interessiert ist, ihn bei sich unterzustellen", so der 54-Jährige.



(cru)

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