"Overwatch" auf Switch im Test: Heldenhaft

Blizzards Hero-Shooter entert nun auch Nintendos Hybrid-Konsole. Auch unterwegs sorgt das Teamspiel für aufreibende Gefechte.
Wenn man ehrlich ist, hat man nach wenigen Stunden in Overwatch eigentlich alles gesehen. 31 spielbare Charaktere, 17 Maps, vier Spielmodi. Blizzard Entertainments Online-Shooter mag auf den ersten Blick nicht sonderlich umfangreich wirken, dieser "Makel" verblasst aber angesichts des exzellenten Spieldesigns, der leichten Zugänglichkeit, viel Spieltiefe und der ganz besonderen Blizzard-Magie.

Viele Charaktere

Das Herzstück des Spiels sind die grundverschiedenen Charaktere. Egal, ob man sich als Bastion in einen Geschützturm verwandelt und Gegner mit der eingebauten Gatling Gun dezimiert, das gegnerische Team als Tracer zur Verzweiflung treibt, mit Pharah die Feinde mit Raketen bombardiert oder als Cyborg-Ninja Genji an Wänden hochklettert und Shuriken in die Richtung anderer Spieler schleudert: Jeder Held spielt sich komplett einzigartig.

Obwohl die Charaktere grundsätzlich den Klassen Offensiv, Defensiv, Tanks und Supporter zugeteilt werden, unterscheiden sich selbst Helden in derselben Kategorie drastisch voneinander. So einzigartig die Recken auch sind, müssen sie zu einem sechsköpfigen, ausbalancierten Team zusammengestellt werden.

Ein solches besteht im Idealfall aus einer guten Mischung aller vier Fokussierungen und einem Sniper. Funktioniert eine Teamkombination wider Erwarten nicht, kann auch während einer Partie jederzeit der Charakter gewechselt werden. Ist ein gegnerischer Held also besonders lästig, kann ganz einfach ein direkter Konter gewählt werden, um die Gewinnchancen aufzubessern.

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Teamwork

In Overwatch ist es nicht wichtig, mit wie vielen Kills man sich am Ende eines Matches rühmen kann. Viel bedeutender ist das Erreichen der Spielziele und die Unterstützung des Teams. Tracer beispielsweise besitzt nur wenige Lebenspunkte, kann das gegnerische Team hervorragend stören und ablenken, während ihre Kollegen einen Zielpunkt einnehmen.

Aufgrund dieser starken Teamfokussierung verzichtet Overwatch auf Konventionen wie Team Deathmatch oder Deathmatch. Zum Launch stehen vier verschiedene Modi zur Verfügung: Angriff (die Angreifer müssen zwei Zielpunkte einnehmen), Eskorte (die Angreifer müssen einen Frachtwagen über die Karte eskortieren), Kontrolle (beide Teams müssen ein gemeinsames Ziel erobern und halten) und eine Kombination aus Angriff und Eskorte (zuerst einen Zielpunkt einnehmen, anschließend einen Lastwagen eskortieren). Die Varianz scheint auch hier eingeschränkt, was aber durch die vielen Helden entschärft wird. Zudem dauert eine Partie in der Regel maximal angenehme zehn Minuten.



Merkliche Abstriche

Blizzard-typisch wurden sämtliche Spielelemente einem rigorosen Feinschliff unterzogen. Das schnelle Spielgeschehen ist dank des sauberen Grafikstils zu jeder Sekunde klar lesbar, die Framerate liegt in der Switch-Version bei 30 fps, die Charaktere spielen sich flüssig und auch beim Balancing hat das Studio ganze Arbeit geleistet.

Auf Nintendo Switch ist die Spielerfahrung naturgemäß mit Kompromissen verbunden: Die Grafik ist merklich reduziert, um das rasante Spielgeschehen auf die kleine Konsole zu bringen. Das fällt im Handheld-Modus nicht sonderlich auf, ist auf dem Fernseher aber umso offensichtlicher. Leider spielt sich das Game im TV-Modus mit LAN-Adapter und Pro Controller aber am besten. Da muss man eben die grafischen Einbußen in Kauf nehmen.

Fazit

Blizzards Shooter trifft auch auf Nintendo Switch voll ins Schwarze. Zugänglichkeit, gleichzeitig enorme Spieltiefe, viel Feinschliff, tolle Charaktere und der ganz eigene Blizzard-Feenstaub machen Overwatch zu einem Pflichttitel für Shooter-Fans.

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