Kühbauer scherzt: "Einigen steht die Maske ganz gut!"

Unter Ausschluss der Öffentlichkeit trainierte die Rapid-Mannschaft nach der Corona-Zwangspause wieder gemeinsam auf dem Rasen. Pressesprecher Peter Klinglmüller stellte Trainer Dietmar Kühbauer danach Fragen – hier die Antworten:

Was habt ihr euch vorgenommen für das erste Training?



Dietmar Kühbauer: "Wir kommen wieder zusammen, üben wieder den Beruf aus, den wir gerne machen, nur in einer eingeschränkten Art und Weise. Aber ich glaube, dass es jedem Spieler Spaß macht."

Wie empfindest du die Situation? Vor einigen Tagen meintest du noch, dass es wie in einem Science-Fiction-Film ist...

"Es ist wirklich so. Man hätte niemals gedacht, dass das jemals passieren wird. Aber es sind jetzt Regeln da, die werden wir auch einhalten. Solange am Ball keine Maske drauf ist, ist es auch kein Problem."

Die Spieler wurden in fünf Kleingruppen eingeteilt. Wie wurden diese zusammengestellt?

"Jede Gruppe hat einen Tormann. Das ist wichtig, da wir Abschlüsse trainieren, da sollte doch jemand im Tor stehen. Wir haben versucht, einen Verteidiger, einen Mittelfeldspieler und einen Stürmer in jede Gruppe reinzukriegen – damit wir in allen Gruppen einen guten Mix haben, wir in allen Gruppen gut positioniert sind."

Ein Fußballtraining ohne Zweikämpfe – macht das überhaupt Sinn?

"Es ist sicher nicht so, dass dieses Training im Hinblick auf ein Spiel die große Aussagekraft hat. Aber wir müssen es hinnehmen, wie es ist. Es ist einfach wieder wichtig, dass die Jungs mit dem Ball arbeiten, dass sie wieder im Freien auf dem Rasen sind. Wenn man fünf Spieler in der Gruppe hat, wird man nicht großartige Dinge machen können. Aber wir können Passübungen machen, einfach wieder am Arbeitsgerät sein und das ist in unserem Fall der Fußball."

Kann man dabei auch Taktik üben?

"Wir können es nicht so spielen, als wenn wir jetzt die Abwehr das Aufbauspiel trainieren lassen würden. Wir können kleine Dinge machen. Aber es ist nicht so, dass in diesen Wochen, in denen wir jetzt so trainieren dürfen, unglaubliche Dinge passieren werden."

Wie haben sich die Spieler beim ersten Training geschlagen? Wie war das Wiedersehen? Eine Sommerpause ist normalerweise nicht so lang…

"Man freut sich, ganz klar. Alle sind gesund, keiner hat den Eindruck gemacht, dass er zugelegt hat. Der eine oder andere hat sich von seiner Frau die Haare schneiden lassen, das hätte ich vielleicht auch machen lassen sollen. Und beim einen oder anderen, bei dem ist es ganz gut, dass er eine Maske teilweise oben hat."

Wie wichtig war es dir als Cheftrainer, dass alle Regeln, die ihr gemeinsam ausgearbeitet habt, auch eingehalten werden?

"Es sind halt Regeln da, die müssen einfach eingehalten werden. Mit diesen Regeln werden wir, genau wie alle anderen Klubs, das tun, was möglich ist. Und mit diesen Regeln werden wir auch arbeiten, solange sie vorgeschrieben sind."

Wir haben alle keine Glaskugel – aber erscheint dir das Ziel, bis 30. Juni die Meisterschaft zu beenden, wie vielen anderen auch nicht ein bisschen sehr eng? Oder sollte man nicht auch den Juli nützen, da der Europacup momentan abgesagt ist?

"Generell: Man muss auch ein bisschen an die Spieler denken. Wir haben dann ein Programm bis 20. Dezember, das dicht gedrängt ist. Es geht schon um die Gesundheit der Spieler. Wenn Verletzungen entstehen, verlierst du an Qualität. Aber so geht es allen Klubs. Wenn wir in den nächsten Wochen wirklich starten, ist es ein riesiger Stress für alle."

Sechs Wochen waren die Spieler weg. Sind mit Ausnahme des verletzten Philipp Schobesberger alle Spieler soweit fit, dass sie ordentlich mitziehen können?

"Die Jungs sind alle fit, sie brennen darauf. Und ich freue mich, dass ich sie wiedersehen konnte."

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