"Tatort": Genial oder einfach nur daneben?

Der gestrige "Tatort" mit dem Titel "Wer bin ich?" hinterließ viele verwirrte Zuseher: Als Hauptfigur spielte diesmal Ulrich Tukur sich selbst als Ulrich Tukur. Die Meinungen der Twitter-Gemeinde für den "Film im Film" reichen von genial bis absolut daneben.

Der gestrige . Die Meinungen der Twitter-Gemeinde für den "Film im Film" reichen von genial bis absolut daneben. 

, bekannt als Kommissar Paul Brix und  Martin Wuttke , bekannt als Leipziger Ermittler Andreas Keppler, zu sehen - alle spielten aber nicht ihre "Tatort"-Figuren, sondern eben sich selbst als Schauspieler. 

Der "Tatort" beginnt mit zwei gefundenen Leiche in der Tiefgarage eines Casinos und schon bricht die erste Szene ab und die Zuseher finden sich am Filmset wieder, wo schließlich gegen niemand Geringeren als den Schauspieler Ulrich Tukur ermittelt wird. Dieser war der letzte Lebende, der mit dem jungen Regie-Assistenten Christoph gesehen wurde. Nach einer gemeinsamen feuchtfröhlichen Feier im Casino haben die beiden ebendieses mit dem Auto verlassen und Christoph wird am nächsten Morgen tot aufgefunden. Was zunächst nach einem Unfall aussieht, stellt sich als Mord heraus - und dann noch wieder nicht. Als Hauptverdächtiger gilt Ulrich Tukur, der sich nicht mehr an die letzten Stunden der Feier erinnern kann.

Christoph hatte zuvor im Casino 78.000 Euro gewonnen, die verschwunden sind. Ulrich Tukur entdeckt das Geld in seinem Kleiderschrank. Daraufhin wird er erpresst. Mithilfe von Wolfram Koch und Martin Wuttke will er sich aus dem Schlammassel befreien, bringt sich damit aber immer mehr in Schwierigkeiten. Am Ende wird Tukur zu einem Verhör gebeten, statt der ermittelnden Polizisten taucht aber Felix Murot, sein "Tatort"-Alter ego auf und gesteht, selbst am Steuer des Unfallwagens gesessen und das Geld entwendet zu haben, Christoph habe er im Auto zurückgelassen, er sei sofort tot gewesen. 

Hohe Erwartungen nach "Im Schmerz geboren"

Was als geniales Doppelspiel geplant war, indem der "Tatort" selbst zum "Tatort" wird, entwickelt sich als sehr gewagt für die TV-Zuseher. Denn am Ende bleiben mehr Fragen als Antworten. Nach dem hochgelobten letzten , bei dem ein Leichen-Rekord aufgestellt wurde, lagen die Erwartungen an seinen fünften Fall sehr hoch. Wieder wollten die Verantwortlichen einen künstlerischen Ausnahme-"Tatort" schaffen - das zumindest ist gelungen. Entweder man liebt ihn oder man hasst ihn. 


Ein Kommissar ist ein Schauspieler ist ein Schauspieler.
— Andreas (@A_OBeck)


Tukur spielte also Tukur spielte also Tukur spielte also Tukur. Groß, ganz groß!
— Maximilian H Tonsern (@BlackBertl)


Gleich nochmal gucken. Vielleicht verstehe ich ihn dann.
— Thorsten mit H (@thorstix)


Reaktionen auf den gestern waren entweder "Das ist Kunst!" oder "Das kann weg!" Dazwischen gab's nix.
— Melody Landhaus (@getthepunk)


Das ist sooo Lynch.
— Dennis Horn (@horn)

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