"Zukunftskonto" für blaue Steuergeldflüsse

Die Affäre um angeblich illegale Parteienfinanzierung bei der FPÖ ist um ein Kapitel reicher. Das Geld soll auf einem eigens dafür eingerichteten Konto gehortet worden sein. Das hat ein Mitarbeiter von Ex-FPÖ-Politiker Uwe Scheuch im Verhör ausgesagt.

Die Affäre um angeblich illegale Parteienfinanzierung bei der FPÖ ist um ein Kapitel reicher. Das Geld soll auf einem eigens dafür eingerichteten Konto gehortet worden sein. Das hat ein Mitarbeiter von Ex-FPÖ-Politiker im Verhör ausgesagt.

In der Sache geht es um Steuergelder, die mittels Werbeaufträge vom Land Kärnten über die FPÖ-nahe Werbeagentur "Ideenschmiede" an die Partei - auch bis nach Wien - geflossen sein sollen. Die Korruptionsstaatsanwaltschaft ermittelt .

Sowohl Uwe Scheuch als auch der Mitarbeiter sollen von der WKStA als Beschuldigte geführt werden. Der frühere blaue Politiker wird der Untreue und der Vorteilsnahme verdächtigt, der Mitarbeiter der Untreue. Für beide gilt die Unschuldsvermutung.

"Zukunftskonto" für allerhand

Nun soll ein Mitarbeiter von Scheuch im Zug einer Einvernahme im Mai angegeben haben, im Auftrag des Politikers ein "Zukunftskonto" bei der Raiffeisen Landesbank Kärnten eingerichtet zu haben. Das berichtet der ORF unter Berufung auf die APA. Auf diesem Konto sollen die Gelder der Ideenschmiede gelandet sein.

Bei Überweisungen soll Scheuch als Auftraggeber angegeben gewesen sein, Abhebungen sollen von dem verhörten Mitarbeiter immer in dessen Auftrag getätigt worden sein. So sollen tausende Euro in die Errichtung eines Bezirksbüros in Spittal an der Drau geflossen sein, in ein Geburtstagsfest für Scheuch, eine Sitzung im Gasthaus oder in Blumen für eine Mitarbeiterin. Scheuch bestreitet den Vorwurf.

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