Welt

10.000 € im Monat – doch er schläft trotzdem im Zelt

Während der Sitzungswochen politisiert Johannes Fechner im Deutschen Bundestag, abends schläft er dann im Zelt. Nun spricht er über seine Beweggründe.

Johannes Fechner (SPD) ist Bundestagsabgeordneter – und überrascht mit seiner Unterkunft.
Johannes Fechner (SPD) ist Bundestagsabgeordneter – und überrascht mit seiner Unterkunft.
Bernd von Jutrczenka / dpa / picturedesk.com

Johannes Fechner ist Anwalt und seit 2013 SPD-Bundestagsabgeordneter in Deutschland. Sein Gehalt beläuft sich auf über 10.000 Euro im Monat. Trotzdem campiert der 50-Jährige seit 2019 regelmäßig. "Ich schlafe nur 80 Nächte im Jahr in Berlin", sagt er gegenüber der "Bild"-Zeitung. Immer dann, wenn eine Sitzungswoche ansteht, schläft Fechner auf dem Campingplatz. "Da brauche ich keine Wohnung, die jemand anderes nötiger hat." In zwei Minuten habe er sein Zelt auf dem Platz aufgestellt.

"Direkt am Wasser, an der frischen Luft"

Die Stimmung auf dem Campingplatz beschreibt der Politiker als "fast wie bei der SPD". Er möge es, morgens in der Schlange vor der Dusche die Gespräche zu hören, bei denen es manchmal auch um Politik gehe. "Ich diskutiere schon mit, aber sage in der Regel nicht, dass ich im Bundestag arbeite. Das würde sowieso keiner glauben." Weshalb er hier schläft? "Weil es entspannt ist. Direkt am Wasser, an der frischen Luft. Ich schlafe hier tiefer, es tut gut, aus der Regierungsviertel-Blase raus und ins Grüne zu kommen."

"Camper sind verrückte Geschichten gewohnt"

Nach dem Duschen macht der 50-Jährige sich in Freizeitkleidung auf den Weg in den Reichstag, wie er in der "Bild" weitererzählt. Seine Anzüge, Hemden und Krawatten hängen in seinem Abgeordnetenbüro. Erst spätabends kehrt er dann zurück auf den Campingplatz. Oft wird er auch von einem Chauffeur in der Bundestagslimousine zurückgebracht. "Klar gucken die Leute, wenn ein Anzugträger vorfährt. Aber Camper sind verrückte Geschichten gewohnt, die wundern sich nicht lange."

Seine verrückteste Geschichte, die er zu erzählen hat, ist jene mit einem Fuchs und einer Ente. "Ein Fuchs hat direkt neben dem Zelt eine Ente getötet nachts um zwei, da war das Geschrei groß." In diesem Jahr sei er außerdem von vielen "Schnarch-Kollegen" umgeben.

    <strong>01.03.2024: Auswanderer wollen Kind ohne Schulbildung aufziehen.</strong> Tiertrainerin Sarah Fink ist im siebten Monat schwanger. Um dem Kind ein Leben ohne Schulpflicht zu ermöglichen, wanderte sie mit Mann Stefan aus. <a data-li-document-ref="120022763" href="https://www.heute.at/s/auswanderer-wollen-kind-ohne-schulbildung-aufziehen-120022763">Weiterlesen &gt;&gt;&gt;</a>
    01.03.2024: Auswanderer wollen Kind ohne Schulbildung aufziehen. Tiertrainerin Sarah Fink ist im siebten Monat schwanger. Um dem Kind ein Leben ohne Schulpflicht zu ermöglichen, wanderte sie mit Mann Stefan aus. Weiterlesen >>>
    privat