120.000 Blitze zuckten am Wochenende über Österreich

Bild: Leserreporter Marjorie De la Cruz

Favoriten, in der Nacht von Sonntag auf Montag, um 00.30 Uhr: Vor einem beeindruckend violetten Himmel erhellen die Blitze im Minutentakt die Nacht. Leserreporterin Marjorie De la Cruz gelingt dieses tolle Foto. 120.000 Blitze zuckten am Wochenende über Österreich über den Himmel. Wien blieb bei den heftigen Gewittern inklusive Hagel, Starkregen und Sturmböen nur ein Nebenschauplatz.

 
Glühende Hitze, unterbrochen von Sturmböen, tennisballgroßen Hagelkörnern und heftigstem Regen - so präsentierte sich das Wetter am Wochenende. Fast die Hälfte aller 121.861 von der Ubimet gezählten Blitze gingen über der Steiermark nieder (59.134).

Blitz-Hotspots (Bundesländer): 


Steiermark: 59.134
Tirol: 24.237
Salzburg: 13.993


"Auch die blitzreichsten Gemeinden lagen in der Steiermark und zwar in den Bezirken Graz Umgebung und Leibnitz", verriet Clemens Teutsch-Zumtobel von UBIMET. "Abseits der Berge war die Gewittertätigkeit zwar schwächer, dafür wurde dort der stärkste Blitz gemessen. In Weppersdorf im Mittelburgenland wurde ein Blitz mit 317 Kiloampere registriert."

Blitz-Hotspots: Die meisten Blitze: 


31,8 Blitze/Quadratkilometer Empersdorf (Stmk, Bezirk Leibnitz)
16 Blitze/Quadratkilometer Vasoldsberg (Stmk, Bezirk Graz-Umgebung)
15,7 Blitze /Quadratkilometer Kainbach (Stmk, Bezirk Graz-Umgebung)


Blitz-Hotspots: Die stärksten Blitze: 


317,2 kA Weppersdorf (Bgld, Bezirk Oberpullendorf)
316,3 kA Graz (Stmk)
267,7 kA Greifenburg (Kärnten, Bezirk Spittal an der Drau)

 

Wie stark wird ein Blitz?

Blitze können entweder negativ oder positiv geladen sein. Blitze mit negativer Ladung sind häufiger und haben eine schwächere Stromstärke als Blitze mit positiver Ladung.  Stromstärke eines Blitzes wird in Ampere gemessen und liegt bei einem Gewitter in Österreich üblicherweise bei 20.000 Ampere für Negativblitze und bis zu 300.000 Ampere für positive Blitze. Es treten aber auch deutlich schwächere und deutlich stärkere Blitze auf.

Wie schützt man sich im Freien am besten vor Blitzen?

Bei Menschen können bereits 0,03 bis 0,08 Ampere zu Herzkammerflimmern führen, bis zu 3 Ampere zu Atemstillstand und über 3 Ampere zu Verbrennungen. Den besten Schutz bieten noch immer Gebäude, Häuser und Fahrzeuge (Stichwort Faradayscher Käfig). Wenn man sich dennoch im Freien aufhält, sollte man exponierte Orte wie Hügel oder Berggipfel genauso meiden wie Gewässer oder Pools. Der Blitz sucht sich immer den kürzesten Weg und somit sollte man darauf achten, die Schrittspannung und den Kontakt zum Boden zu minimieren. Die beste Position ist also Füße zusammenstellen, in die Hocke gehen, Arme anziehen und auf die Zehenspitzen stellen.

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