"Delegation der Schweine"

14 Personen nach Protest in Ministerium verhaftet

Mit Schweinemasken demonstrierten am Donnerstag 20 Tierschützer im Landwirtschaftsministerium. Für 14 Personen klickten die Handschellen.

1/5
Gehe zur Galerie
    Am Donnerstag kam es im Eingangsbereich des Landwirtschaftsministeriums zu einem Protest von Tierschützern.
    Am Donnerstag kam es im Eingangsbereich des Landwirtschaftsministeriums zu einem Protest von Tierschützern.
    VGT.at

    Über sieben Stunden harrten Tierschützer des VGT am Donnerstag vor dem Ministerium am Parkring in der Wiener City aus. Sie forderten ein Gespräch mit Minister Norbert Totschnig. Die Tierquälerei in Form von Vollspaltenböden soll endlich ein Ende nehmen. Stattdessen wurden 14 von insgesamt 20 Protestierenden noch vor Ort festgenommen.

    Die Tierschützer sind bereits am Nachmittag in Schweinemasken vor dem Bundesministerium erschienen. Als der Landwirtschaftsminister die Tierfreunde nicht empfangen wollte, warteten sie im Eingangsbereich. Einige schlossen sich mit Bügelschlössern, die eigentlich fürs Fahrrad gedacht sind, zusammen. 7 Stunden später kam es dann zu Festnahmen. Die Tierfreunde befinden sich derzeit in Polizeigewahrsam.

    Tierschützer stehen unter Zeitdruck

    "Die Polizei hat zuerst die angebrachten Ketten von den Tierschützern entfernt, diese also abgeschnitten und dann wurden meine Kolleginnen und Kollegen auch gleich festgenommen. Leider haben wir Totschnig heute gar nicht antreffen können. Ich werde jetzt gleich einmal zum Präsidium fahren und schauen, was da genau los ist", erzählte einer der Aktivisten im "Heute"-Gespräch gegen 21 Uhr.

    Bereits am Dienstag kam es seitens des VGT zu einem Protest, der Grund blieb derselbe. Die Tierschützer forderten das sofortige Ende von Vollspaltenböden – und nicht erst ab 2040. "Auch das Anliegen der Schweine hat ein Recht darauf, gehört zu werden. Es ist ungerecht, wenn sie auf Vollspaltenboden die Last der Billigfleischproduktion zu tragen haben. Der VGT fordert die sofortige Freilassung der 14 Tierschützer:innen, die heute nur anstelle der Schweine deren Anliegen Minister Totschnig vortragen wollten." so der VGT.

    Laut dem Verein gegen Tierfabriken befänden sich die Tierschützer unter Zeitdruck: "In drei Wochen ist der letzte Ministerrat, bei dem sich eine Gesetzesänderung für heuer noch ausgehen würde!" Daher kam es in dieser Woche auch vermehrt zu Protesten.

    Die Alternative sei laut VGT einfach: "Ein befestigter Liegebereich ohne Spalten, der tief mit Stroh oder anderem organischen Material eingestreut ist. Nachweislich sind die Tiere dann gesünder und aktiver, und deutlich weniger aggressiv zu den anderen Schweinen."

    Die Bilder des Tages

    1/77
    Gehe zur Galerie
      <strong>15.06.2024: Flammen-Inferno in Wien-Favoriten.</strong> In Wien-Favoriten kam es in der Nacht auf Samstag zu einem Wohnungsbrand. 11 Personen mussten behandelt werden. <a data-li-document-ref="120042504" href="https://www.heute.at/s/flammen-inferno-in-wien-feuerwehr-rettet-bewohner-120042504">Alle Infos &gt;&gt;</a>
      15.06.2024: Flammen-Inferno in Wien-Favoriten. In Wien-Favoriten kam es in der Nacht auf Samstag zu einem Wohnungsbrand. 11 Personen mussten behandelt werden. Alle Infos >>
      Leserreporter

      Auf den Punkt gebracht

      • 14 Tierschützer wurden nach einem Protest vor dem Landwirtschaftsministerium in Wien verhaftet, bei dem sie in Schweinemasken auf die Tierquälerei durch Vollspaltenböden aufmerksam machen wollten
      • Sie forderten ein Gespräch mit dem Minister, wurden aber stattdessen festgenommen
      • Der Verein gegen Tierfabriken (VGT) fordert die sofortige Freilassung der Aktivisten, da die Zeit für eine Gesetzesänderung drängt
      red, red
      Akt.