25-Jähriger stirbt bei tagelangem Rave

Seit fünf Tagen feiern Tausende Menschen aus ganz Europa bei einem illegalen Rave in Italien. Die Behörden ermitteln nun einen Todesfall.

Am Mezzano-See bei Viterbo in Italien findet seit fünf Tagen eine ausschweifende Rave-Party statt. Nun untersucht die Staatsanwaltschaft den Fall eines jungen Mannes, der bei der illegalen Party starb. Die Leiche des 25-Jährigen war laut Medienberichten am vergangenen Wochenende im See in der Nähe von Rom gefunden worden. Zudem seien zwei Menschen im Alkoholkoma in naheliegende Spitäler eingeliefert wurden.

Die nicht genehmigte Party sorgte angesichts der Corona-Pandemie bereits für Empörung in der italienischen Politik. «Das ist eine Ohrfeige an den Menschenverstand und an die Italiener, die sich an die Regeln halten», sagte der Chef der rechten Lega, Matteo Salvini. In Bildern auf Social Media ist zu sehen, wie die Partyteilnehmenden ohne Masken und ohne Einhaltung der sozialen Distanz feiern.

Menschen campieren um den See

Medienberichten zufolge begann die Party mit einigen tausend Teilnehmern in der Nacht vom 13. auf den 14. August. Ordnungskräfte seien vor Ort, um Menschen daran zu hindern, zur Party zu kommen. Laut der Zeitung "Corriere della Sera" sind auch Menschen aus Deutschland, Frankreich, Spanien und Belgien auf dem Gelände.

"La Repubblica" veröffentlichte Bilder von einem Feld in der Nähe des Sees, wo Partygäste in der Sommerhitze mit Autos und Wohnwagen kampierten. Die Behörden hoffen dem Bericht zufolge, dass die Raver das Gebiet bald verlassen. Einige versicherten gegenüber "La Repubblica", dass sie die Absicht haben, bis am kommenden Montag durchzufeiern.

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