58-Jähriger soll AMS um über 50.000 € betrogen haben

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AMSTobias Steinmaurer / picturedesk.com
Ein Schlosser soll nebenbei über Jahre vom AMS Notstandshilfe bezogen haben. Der Schaden: rund 52.000 Euro.

Fortsetzung im kniffeligen Betrugsprozess in Wr. Neustadt am Dienstag: Ein 58-Jähriger soll jahrelang beim Antrag auf AMS-Geld angegeben haben, nur geringfügig bei einer Schlosserei im südlichen Niederösterreich beschäftigt zu sein. Tatsächlich soll er aber laut Anklage einer Vollbeschäftigung nachgegangen sein. Mutmaßlicher Schaden für das AMS: 52.000 Euro.

Schwindel flog vor Gericht auf

Der Schwindel flog erst auf, als der 58-Jährige nach der Trennung von der Ex wegen Stalkings angezeigt worden war und er schließlich vor Gericht seine Vermögens- und Arbeitsverhältnisse darlegen musste. Daraufhin leitete die Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren wegen Betrugsverdacht ein.

Bereits am ersten Prozesstag am 1. April 2021 hatte der Angeklagte gemeint: "Da steckt meine Ex dahinter". Der Sohn seiner Ex, dem der 58-Jährige einst den Lehrplatz in der Schlosserei verschafft hatte, belastete den Angeklagten indes schwer: „Er hat weit über die Geringfügigkeitsgrenze gearbeitet.“

Bedingte Haftstrafe

Der Firmenchef hatte am 1. April wegen Corona nicht vor Gericht erscheinen können. Gestern erschien der Schlossereichef schließlich als Zeuge vor Gericht.

Der Angeklagte wurde zu einer bedingten Haftstrafe wegen Betruges verurteilt. Ob sich der Chef auch vor Gericht verantworten muss, liegt nun an der Staatsanwaltschaft.

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