60 Prozent befürworten Eheverbot unter 18

Die ÖVP will damit Kinder-, Mehrfach- und Zwangsehen einen Riegel vorschieben. 60 Prozent der Bevölkerung könnten mit einem Eheverbot leben.
Vor allem am Beginn des Wahlkampfes bekamen die Wähler von allen Parteien unterschiedlichste Wahlversprechen zu hören. Wer konnte mit welchem Vorschlag punkten? In unserer großen "Heute"/ATV/profil-Umfrage haben wir nachgefragt.

Wie sieht's aus in Sachen Eheverbot? Die ÖVP hat diesen Vorschlag im August zum Thema gemacht. Soll man in Österreich generell erst am 18 heiraten dürfen? 60 Prozent der befragten Wahlberechtigten fänden diese Idee "sehr gut" bis "eher gut".

Forderung der ÖVP

Ex-Familienministerin Juliane Bogner-Strauß erklärte diese Forderung der ÖVP im August so: "Kinderehen, Mehrfachehen und Zwangsehen haben in Österreich keinen Platz." 5.000 junge Frauen und Minderjährige sind in Österreich von Zwangsehen betroffen, schätzen Experten. Es sind vor allem muslimische Frauen.

Derzeit darf man in Österreich ab 16 Jahren heiraten, wenn beide Elternteile unter notarieller Aufsicht ihr Einverständnis gegeben haben. Wer jünger verheiratet wird, ist vor dem österreichischen Gesetz nicht gültig verheiratet.

CommentCreated with Sketch.8 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Die Umfrage wurde von UNIQUE Research im Auftrag von "Heute", ATV und dem "profil" durchgeführt. Telefonisch und online (Verhältnis 2:1) wurden 2.402 Wahlberechtigte ab 16 Jahren befragt. Die Feldarbeit fand zwischen dem 2. und 13. September statt. Den Ergebnissen zu den jeweiligen Wahlkampfthemen liegt eine Basis von 2.031 Menschen zugrunde, die angaben, ganz sicher zur Wahl zu gehen. Die Rohdaten sind hier als PDF abrufbar.

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