69 Missbrauchsvorwürfe gegen Blauhelme

Die Vereinten Nationen veröffentlichten am Freitag einen Bericht, dem zufolge insgesamt 99 Fälle von sexuellem Missbrauch im vergangenen Jahr gemeldet wurden. 69 davon betreffen UNO-Soldaten, vor allem auf Missionen in Afrika.
Sexueller Missbrauch, sexuelle Ausbeutung, Vergewaltigungen - auch von Kindern.  Das sind Anschuldigungen, die im Jahr 2015 insgesamt 99 Mal gegen Bedienstete der Vereinten Nationen erhoben wurden. Der Großteil - 69 Fälle - betrifft UNO-Soldaten auf Friedensmissionen.

Die Blauhelme waren dabei auf in 21 Ländern stationiert, hauptsächlich in Afrika. Der Report von UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon führt die Nationalitäten der Beschuldigten nicht auf, Vorfälle gab es jedoch auf zehn verschiedenen UNO-Missionen im Vorjahr.

Auch in Europa

Die meisten Vorfälle gab es in der Republik Kongo, aber auch aus Deutschland wurde ein Fall gemeldet. Im Report werden auch Lösungsansätze vorgeschlagen. So sollen die UNO-Mitgliedsstaaten die Ermittlungen gegen die von ihnen entsendeten Soldaten erleichtern. Auch ein DNA-Register aller Blauhelme wurde vorgeschlagen.

Ein Problem dabei: Das entsendende Land entscheidet, ob der UNO-Soldat strafrechtlich verfolgt wird. Solche Verfahren werden meistens im Stillen geführt, die Strafen sind nicht immer nachvollziehbar.
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