800.000 Grippemasken in Kasernen

Bild: keine Quellenangabe
In Salzburgs Kasernen liegen nach wie vor mehr als unbenutzte 800.000 Grippemasken, für die es keine Verwendung gibt. Sie sind Teil eines Millionen-Ankaufs der Schutzmasken im Jahr 2006 - damals aus Angst vor der Vogelgrippe.


Jahrelang lagen Millionen von Grippemasken in einer Halle in Saalfelden (Pinzgau). Das Gesundheitsministerium zahlte eine hohe Miete für das Gebäude. Mittlerweile wurden die Masken auf die Bundesländer aufgeteilt, weil sie niemand haben wollte. Im Handel waren sie ein Flop, die Gemeinden lehnten die Masken ebenfalls dankend ab.

Das Salzburger Kontingent liegt jetzt in vier Kasernen, unter anderen lagern mehr als 400.000 Masken in der Schwarzenbergkaserne in Wals-Siezenheim (Flachgau) und knapp 220.000 in St. Johann im Pongau.
Eigentlich sind die Grippe-Masken seit 2009 abgelaufen, sagt der Salzburger Landessanitätsdirektor Christoph König: „Wir haben das ja auch wiederholt überprüft - sie sind auch heute noch durchaus tragetauglich. Das heißt, sie sind nicht tatsächlich abgelaufen, denn die Filterwirkung ist nach wie vor gegeben. Daher wären sie auch einsatzbereit.“



"Entscheidung richtig"

Als vor sechs Jahren die Sorge vor einer Ausbreitung der Vogelgrippe am größten war, investierte das Gesundheitsministerium mehrere Millionen Euro in die Masken. Der Ankauf sei damals richtig gewesen, sagt der Landessanitätsdirektor noch heute: „Eine Katastrophen-präventive Planung muss immer vom schlechtestmöglichen Fall ausgehen. Daher war damals die Entscheidung relativ eindeutig zu fällen.“
Eine großflächige Ausbreitung des Vogelgrippe-Virus unter Menschen habe es nicht gegeben, weil die entsprechende genetische Veränderung des Virus ausgeblieben sei, sagt König.
 

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