9 von 10 wollen 6. Urlaubswoche nach 25 Jahren

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Neun von zehn Arbeitnehmern/-innen wollen eine sechste Urlaubswoche nach 25 Arbeitsjahren für alle - unabhängig davon, ob sie diese Zeit in ein und demselben Betrieb oder bei unterschiedlichen Arbeitgebern verbracht haben. Das zeigt eine im Frühjahr durchgeführte Sonderauswertung des Österreichischen Arbeitsklima Index.
Neun von zehn Arbeitnehmern/-innen wollen eine sechste Urlaubswoche nach 25 Arbeitsjahren für alle – unabhängig davon, ob sie diese Zeit in ein und demselben Betrieb oder bei unterschiedlichen Arbeitgebern verbracht haben. Das zeigt eine im Frühjahr durchgeführte Sonderauswertung des Österreichischen Arbeitsklima Index.

Laut aktuellem Arbeitsklima Index wollen 88 Prozent eine sechste Urlaubswoche für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nach 25 Jahren.

"Die gesetzliche Regelung muss daher endlich der Realität angepasst werden", sagt AK-Präsident Johann Kalliauer. Er fordert eine sechste Urlaubswoche für alle Beschäftigten nach 25 Arbeitsjahren. "Als das Gesetz beschlossen wurde, war es noch der Normalfall, dass Leute ein Arbeitsleben lang im selben Betrieb waren. Heute stehen häufige Jobwechsel auf der Tagesordnung. Also brauchen wir eine gesetzliche Regelung, die der zunehmenden Mobilität und Flexibilität der Beschäftigten gerecht wird", begründet Kalliauer die Forderung.

Die Sonderauswertung des Österreichischen Arbeitsklima Index brachte zudem zutage, dass viele Arbeitnehmer Teile ihres Urlaubs auch für andere Zwecke als die Erholung nutzen: Jeder Fünfte nimmt sich Urlaub, weil er krank ist, zum Arzt muss oder um einen Behördentermin zu erledigen. Zwölf Prozent nehmen sich Urlaub, um ihre Kinder zu betreuen.

Dass das immer noch Frauensache ist, zeigt ebenfalls die aktuelle Erhebung: Während sich knapp 20 Prozent der Frauen frei nehmen müssen, um auf die Kinder aufzupassen, sind es bei den Männern nur sieben Prozent.
Eine sechste Urlaubswoche steht Arbeitnehmern in Österreich zu, sobald sie 25 Jahre lang im selben Betrieb gearbeitet haben. Das schaffen – obwohl bestimmte Vordienszeiten sowie Schul- und Studienzeiten angerechnet werden – nur mehr die wenigsten Beschäftigten. Im Jahr 2014 wurden 1,7 Millionen Stellen neu besetzt. Da es etwa 3,5 Millionen unselbständig Beschäftigte gibt, ist das fast die Hälfte aller Arbeitsplätze. Die durchschnittliche Dauer der Arbeitsverhältnisse, die in diesem Jahr beendet wurden, betrug nur eineinhalb Jahre. Benachteiligt werden von der derzeitigen Regelung insbesondere Frauen, weil sie häufigere Berufsunterbrechungen aufweisen.

 

 
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