900 Millionen Menschen wählen neues Parlament

Ruckzuck geht da gar nichts! Heute haben in Indien die Parlamentswahlen begonnen – 900 Millionen Menschen sind in den kommenden sechs Wochen stimmberechtigt.

543 Wahlkreise, 1.700 Parteien und Kandidaten in 29 Bundesstaaten, über die abgestimmt werden muss: Bis 19. Mai finden in Indien die Parlamentswahlen statt. Premierminister Narendra Modi blickt den Wahlen entspannt entgegen, er hat gute Umfragewerte.

Wahlversprechen: Grundeinkommen für 250 Millionen Menschen

Hauptrivalen für Modi sind zwei Personen: Rahul Gandhi von der oppositionellen Kongress-Partei und dessen Schwester Priyanka Gandhi. Sie ist die Enkelin der früheren Regierungschefin Indira Gandhi. Rahul Gandhi, der Chef der Congress-Partei, versucht vor allem die arme Bevölkerung auf seine Seite zu bringen: „Bekommen Sie jetzt bitte keinen Schock, bei dem, was Sie jetzt hören", sagt er auf einer seiner Wahlveranstaltungen, "20 Prozent der ärmsten Familien im Land werden von unserer Partei umgerechnet rund 900 Euro im Jahr bekommen, direkt auf ihre Bankkonten." Eine Art bedingungsloses Grundeinkommen für rund 250 Millionen Menschen im Land verspricht seine Partei.

Bei den letzten Wahlen 2004 hat die Partei von Modi einen eindeutigen Sieg erringen können – diesmal soll es für ihn ein knappes Rennen werden.

Hubschrauber und Elefanten transportieren Wahlmaschinen

Die elektronischen Wahlmaschinen gelangten per Helikopter, mit Booten oder auf dem Rücken von Elefanten und Kamelen zu den indischen Wählern. Möglich ist die Durchführung der Wahl nur, weil elf Millionen Freiwillige mithelfen. Sie führen dabei skurrile Jobs aus, wie zum Beispiel, die Wähler vor Tigern zu schützen…

Ein Endergebniss steht so schnell nicht fest: Erst am 23. Mai werden alle Stimmen ausgezählt sein.

(isa)

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