So bereitet sich die NASA auf den Gott des Chaos vor

Seit 2004 bekannt, versetzt Asteroid Apophis NASA-Forscher in Aufregung. Sie arbeiten fieberhaft an einer Methode, um solche gefährlichen Geschosse vom Kurs abzubringen.
Knapp zehn Jahre haben wir noch Zeit bis uns der riesige Asteroid "99942 Apophis" – benannt nach dem altägyptischen Gott des Chaos (und für die Nerds unter uns: einem Antagonisten der SciFi-Serie "Stargate") – einen kosmischen Streifschuss verpasst. Schon in Angst und Panik ausgebrochen?

Keine Sorge, wir können an dieser Stelle beruhigen. Der rund 310 bis 680 Meter große Brocken kommt der Erde zwar am 13. April 2029 auf etwas mehr als 30.000 Kilometer nahe, wird uns aber nach aktuellen Berechnungen ziemlich sicher verfehlen. Puh, Glück gehabt.

Verheerende Folgen



Trotzdem wird "Apophis" von der NASA weiterhin als potenziell gefährlicher Asteroid (PHA) eingestuft. "Unsere Modelle zeigen auch, dass die Annäherung die Art und Weise, wie sich der Asteroid dreht, verändern könnte und es möglicherweise zu Oberflächenveränderungen wie kleinen Lawinen kommen kann", so Astronome Davide Farnocchia gegenüber dem "Daily Star".

CommentCreated with Sketch.4 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Und jede klitzekleine Veränderung seiner Flugbahn könnte ihn wieder auf Kollisionskurs mit der Erde bringen – mit katastrophalen Folgen für uns alle: Menschen hätten erst ab 250 Kilometern Entfernung zum Einschlagskrater halbwegs Chancen zu überleben. Würde der Gott des Chaos in einen Ozean stürzen, würden Tsunamis mit 100 Meter hohen Flutwellen die Küstengebiete überrollen.

Interplanetares Billard



Kein Wunder, dass Weltraumagenturen des ganzen Planeten an der Abwehr eines solchen Szenarios werkeln. Die ESA probt gemeinsam mit den Kollegen der NASA bereits für den Ernstfall. Bruce Willis und eine harte Crew aus Bohrspezialisten kommen dabei eher nicht zum Zug.

"Wenn ein größerer Asteroid auf die Erde zurast, besteht die Möglichkeit, dass man eine Rakete dagegen schießt und ihn leicht ablenkt, damit er Jahre später die Erde verfehlt", erklärt ESA-Wissenschaftler Rüdiger Jens. Mit diesem interplanetaren Billard soll die Erde geschützt werden. (rcp, fee)

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