Aktivisten besetzen Atomkraftwerk in Frankreich

Mehr als 20 Greenpeace-Aktivisten haben das südfranzösische Atomkraftwerk Tricastin gestürmt und seine Schließung verlangt. Die Anlage zähle zu den fünf gefährlichsten in Frankreich, erklärte die Umweltorganisation am Montag.

Nach Angaben der Betreibergesellschaft Electricite de France wurden am Morgen 17 Aktivisten festgenommen. Andere hätten sich festgekettet, sagte eine Sprecherin. Die Reaktoren seien nicht erreicht worden. Die Aktivisten entrollten Transparente mit einem Bild von Präsident Francois Hollande und der Aufschrift "Präsident der Katastrophe?". Außerdem projizierten sie ihre Botschaften in der Nacht auf die Fassade des Atomkraftwerks.

Das Kraftwerk Tricastin liegt gut 40 Kilometer nördlich von Avignon und wurde vor mehr als 30 Jahren erbaut. Die älteste französische Atomanlage steht im elsässischen Fessenheim etwa eineinhalb Kilometer von der deutschen Grenze entfernt. Präsident Francois Hollande hat versprochen, Fessenheim bis 2017 zu schließen. Bis 2025 soll der Anteil der Atomkraft in Frankreich auf 50 Prozent von derzeit 75 Prozent sinken.

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