Anschlag vereitelt: Zugriff "in günstigem Moment"

Bild: Picturedesk

Erfolg für die "Cobra": Am Freitag konnte die Spezialeinheit einen mutmaßlichen Attentäter ohne Widerstand festnehmen. Um 18 Uhr schlugen die Elitecops in der Rotenhofgasse in Wien-Favoriten zu.

Erfolg für die "Cobra": Am Freitag konnte die Spezialeinheit einen mutmaßlichen Attentäter ohne Widerstand festnehmen. Um 18 Uhr schlugen die Elitecops in der Rotenhofgasse in Wien-Favoriten zu.
Zweieinhalb Stunden nach dem Anti-Terror-Einsatz im 10. Bezirk gab Wolfgang Sobotka (VP) in der Landespolizeidirektion am Schottenring vor Journalisten neue Details bekannt. Er hatte nach der Festnahme des 18-Jährigen seinen Deutschlandaufenthalt abgebrochen.

Ermittler hatten, so der Innenminister, durch einen Hinweis aus dem Ausland von einem geplanten Anschlag "im Großraum Wien" erfahren. Die Hinweise hätten sich verdichtet, eine Person aus Wien Favoriten sei als Verdächtiger ausgeforscht worden. Es habe sich um einen möglicherweise religiös motivierten Radikalen gehandelt.

Terrorist war "die ganze Zeit unter Kontrolle"

Der Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit, Konrad Kogler, berichtete von der Beschattung des mutmaßlichen Terroristen: "Es war uns wichtig, dass wir die ganze Zeit die Kontrolle hatten, so dass keine wirkliche Gefahr von dieser Person ausgehen konnte."

Die Polizei habe "auf einen günstigen Moment" gewartet und den Mann am Freitag festgenommen. Er habe sich nicht gewehrt, ergänzte Innenminister Sobotka.

Details über das Täterprofil oder die näheren Umstände wollte die Behörde mit Verweis auf laufende Ermittlungen nicht bekanntgeben. Derzeit würden noch weitere Geheimdienstmaßnahmen laufen. Sobotka unterstrich angesichts des Erfolges die Bedeutung des internationalen Datenaustausches, bei dem Österreich ein Vorreiter sei.

Polizei warnt vor Terror-Gefahr

Wiens Landespolizeivizepräsident Karl Mahrer forderte die Wiener zu erhöhter Vorsicht auf. An Verkehrsknotenpunkten und überall dort, wo "Massen an Menschen" in der Stadt zusammenkommen, müsse auf verdächtige Gegenstände geachtet werden. Unbeaufsichtigtes Gepäck solle man dem Polizeinotruf melden.

Polizisten in Uniform und Zivil würden derzeit verstärkt in den Straßen patrouillieren. Die Behörde sei in Alarmbereitschaft versetzt worden.

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