Zahl der Asylanträge geht weiter massiv zurück

Asylwerber am Grenzübergang Nickelsdorf. Archivbild, 2016.
Asylwerber am Grenzübergang Nickelsdorf. Archivbild, 2016.Bild: picturedesk.com
Im ersten Jahresdrittel wurde ein Rückgang von rund 41 Prozent verzeichnet. Aufgerechnet auf das ganze Jahr wären das so wenige Anträge wie seit 2011 nicht mehr.
Die Zahlen der Asylanträge in Österreich sind weiter im Sinkflug. Von Jänner bis inklusive April 2018 wurden bundesweit 5.011 Ansuchen eingereicht – das entspricht einem Rückgang von mehr als 41 Prozent zum Vergleichzeitraum im vergangenen Jahr. Das meldet die Austria Presse Agentur (APA) auf Basis von Zahlen des Innenministeriums.

So wenige Anträge wie zuletzt 2011

Am Höhepunkt der Flüchtlingswelle 2015 wurden in Österreich 88.340 Asylanträge gestellt, 2016 waren es nicht einmal halb so viele. Und im vergangenen Jahr konnte ebenfalls ein starker Rückgang um knapp 41,5 Prozent verzeichnet werden.

Hält der Trend, dann könnten auf das gesamte Jahr hochgerechnet insgesamt rund 15.000 Asylanträge eingehen. So wenige waren es seit 2011 nicht mehr.

Weniger Syrer und Afghanen

Die meisten der Asylwerber stammen weiterhin aus Syrien (1.241 Ansuchen), doch auch hier wurde ein Rückgang um mehr als 52 Prozent verzeichnet. Während auch die Anzahl der Afghanen mit 768 Anträgen (-45 Prozent) abnahm, wurde ein Zuwachs bei den Anträgen von Staatsbürgern der ansonsten anteilsmäßig eher gering vertretenen Ländern gemessen. Beispielsweise hat die Zahl der Anträge von Menschen aus Georgien um beachtliche 65 Prozent (238) zugenommen.

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Was die Grundversorgung betrifft, sind die Zahlen aber immer noch relativ hoch. Laut APA werden bundesweit derzeit 55.459 Plätze finanziert – rund ein Drittel davon alleine in Wien.

(red)

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