Auch Caterham provoziert mit illegalem Auspuff

Bild: GEPA pictures

Die Auspuffanlagen sind bislang das beherrschende Thema bei den Formel-1-Testfahrten in Barcelona. Williams und Caterham montierten auf ihren Boliden Systeme, die laut erster Auskunft der FIA-Regelhüter nicht den Regeln entsprechen. Ob diese Auspuffvarianten verboten werden, wird sich erst in den kommenden Wochen klären.

und Caterham montierten auf ihren Boliden Systeme, die laut erster Auskunft der FIA-Regelhüter nicht den Regeln entsprechen. Ob diese Auspuffvarianten verboten werden, wird sich erst in den kommenden Wochen klären.

Gegenüber dem Vorjahr gab es kaum Regeländerungen in der Königsklasse. Die größte Neuerung ist am Hinterteil der Boliden in Details versteckt. Früher war es erlaubt, direkt mit den Abgasen auf Flügel zu blasen, um so noch mehr Abtrieb zu erzeugen. Dies ist 2013 verboten, dennoch arbeiten die Ingenieure Tag und Nacht an Lösungen, um mittels Schlupflöchern das Verbot zu umgehen.

Coanda-Auspuff ersetzt angeblasenen Diffusor

Der Coanda-Auspuff (Coanda-Prinzip siehe Video oben links) kam bereits in der vergangenen Saison bei den meisten Teams zum Einsatz. Nach dem Endrohr werden die Abgase durch einen oben offenen Schacht, der nach unten gebogen ist (siehe Video rechts), geleitet. Von dort werden sie in einen Spalt zwischen Hinterreifen und Unterboden zum Diffusor beblasen. Der zusätzliche Luftstrom sorgt für mehr Bodenhaftung.

Allerdings ist der dadurch erzeugte Abtrieb um etwa 75 Prozent geringer als früher beim sogenannten angeblasenen Diffusor. Bei dieser mittlerweile verbotenen Auspuffvariante wurden die Abgase direkt zum Unterboden geleitet.

Auspuffvarianten von Williams und Caterham am Limit

Williams und Caterham montierten am Auspuffschacht zusätzliche Leitbleche, um die Abgase noch besser nach unten zu leiten. Besonders zweitgenannter Rennstall ging mit seiner Variante dreist vor. Deshalb gehen Experten davon aus, dass dieses System noch bis zum Saisonstart verschwinden wird, die Gespräche mit den Regelhütern laufen aber noch.

Hingegen argumentiert Williams, dass seine Version deshalb legal sei, weil sie nicht in direkter Verbindung zum Schacht steht. Ein kaum zu sehender Schlitz trennt das Element vom Schacht. "Für mich ist die Caterham-Lösung nicht in Ordnung, unsere hingegen schon", meinte Williams-Technikchef Mike Coughlan.

Sollten die Auspuffvarianten von Williams und Caterham doch erlaubt werden, werden wohl in Kürze auch andere Teams mit ähnlichen Lösungen nachziehen. Bei den Testfahrten dürfen beide Teams mit ihren fragwürdigen Systemen an den Start gehen.

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