Austria und Salzburg verspielen 2:0-Führungen

Austria Wien scheiterte in der Europa League nur knapp an der Sensation. In Alkmaar spielten die "Veilchen" nach 2:0-Führung nur Remis. Durch eine grobe Dummheit von Rasmus Lindgren musste sich Salzburg in Bilbao ebenfalls nach Führung mit einem Unentschieden begnügen. Sturm war gegen Anderlecht chancenlos.

Austria Wien scheiterte in der Europa League nur knapp an der Sensation. In Alkmaar spielten die "Veilchen" nach 2:0-Führung nur Remis. Durch eine grobe Dummheit von Rasmus Lindgren musste sich Salzburg in Bilbao ebenfalls nach Führung mit einem Unentschieden begnügen. Sturm war gegen Anderlecht chancenlos.

Alle Saisonheimspiele gewonnen - Tordifferenz 25:5. Alkmaar war vor dem Match gegen die Austria am dritten Spieltag der Europa League der klare Favorit und bestimmte von Beginn an auch das Geschehen. Das erste Tor machten aber die "Veilchen" - Marcellis lenkte einen ausgezeichneten Corner von Junuzovic ins eigene Gehäuse (18.).

Als Gorgon in der 29. Minute auf 2:0 erhöhte schien die Sensation greifbar. Noch dazu hatte die Austria das Glück auf seiner Seite - in der 6. Minute hätte es einen Elfer für Alkmaar geben müssen, zudem vergaben die Niederländer mehrere Hundertprozentige. Auch nach der Pause lief alles für die Wiener, bis zur 80. Minute.

"Wir haben den Sieg vor Augen gehabt"

Da lenkte Hlinka eine Flanke unglücklich ins eigene Tor ab. Kaum vom Schock erholt markierte Wernbloom den Ausgleich. In einer hektischen Schlussphase hatten beide Teams Chancen auf den Siegtreffer, es blieb aber beim 2:2. "Wenn man 2:0 führt, ist man auf alle Fälle enttäuscht. Wir haben den Sieg vor Augen gehabt", weiß Austria-Coach Karl Daxbacher.

"Das Spiel ist so gelaufen, wie ich es erwartet und erhofft habe. Wir haben taktisch sehr gut umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Es war logisch, dass wir irgendwann unter Druck geraten. Letztendlich hat sich Alkmaar den Ausgleich auch verdient", meint Daxbacher. "Wir haben noch zwei Heimspiele und ein Auswärtsspiel. Vielleicht können wir es noch packen."

Lindgren zerstörte Salzburgs Siegträume

Salzburg setzte in Bilbao auf ein Defensiv-Bollwerk. Dieses Konzept ging anfänglich auf und durch die Tore von Wallner (30.) und Leonardo (36.) führten die "Bullen" zur Pause bereits mit 2:0. Dann aber verpfiff sich der Schiedsrichter, gab fälschlicherweise einen Foulelfmeter, den Llorente versenkte.

Dann traf Lindgren, der erst in Minute 59 eingewechselt wurde, die wohl dümmste Entscheidung seiner Karriere. Der in dieser Saison bislang enttäuschende schwedische Verteidiger wehrte eine Flanke im Stile eines Tormannes mit beiden Händen ab (!) - klarer Elfer plus Gelb-Rot! Llorente verwandelte abermals (75.). Mit Müh und Not brachten die Mozartstädter eine schon gewonnen geglaubte Partie gerade noch mit einem 2:2 über die Bühne.

Sturm chancenlos

Der österreichische Meister hatte von Beginn an nicht viel zu melden gegen Anderlecht. Nach einer torlosen ersten Halbzeit hatte Sturm zunächst gut ins Spiel gefunden. Doch das Tor von Gillet (66.) und kurz darauf Gelb-Rot für Burgstaller machten alle Bemühungen zunichte. Suarez netzte zum 2:0-Sieg ein.

AZ Alkmaar - FK Austria Wien 2:2 (0:2)

Alkmaar, AFAS-Stadion, 17.000, SR Tudor/Rumänien

Tore: 0:1 (18.) Marcellis (Eigentor), 0:2 (29.) Gorgon, 1:2 (80.) Hlinka (Eigentor), 2:2 (83.) Wernbloom

SK Sturm Graz - RSC Anderlecht 0:2 (0:0)

Graz, UPC-Arena, 14.297 Zuschauer, SR Alan Kelly (IRL)

Tore: 0:1 (66.) Gillet, 0:2 (75.) Suarez

Athletic Bilbao - Red Bull Salzburg 2:2 (0:2)

Estadio San Mames, 22.566, SR Ivan Bebek (CRO)

Tore: 0:1 (30.) Wallner, 0:2 (36.) Leonardo, 1:2 (70.) Llorente (Foulelfer), 2:2 (75.) Llorente (Handselfer)

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