Auto-Verlängerung von Babysitter-Abo illegal

Die Plattform "betreut.at" vermittelt Babysitter, Tagesmütter oder andere Alltagshilfen. Die bezahlten Monatsabos wurden in der Vergangenheit automatisch verlängert. Nach Intervention des Vereins für Konsumenteninformation hat das Unternehmen die AGB geändert, Betroffene können unrechtmäßig eingehobene Beiträge zurückfordern.

Die Plattform "betreut.at" vermittelt Babysitter, Tagesmütter oder andere Alltagshilfen. Die bezahlten Monatsabos wurden in der Vergangenheit automatisch verlängert. Nach Intervention des Vereins für Konsumenteninformation hat das Unternehmen die AGB geändert, Betroffene können unrechtmäßig eingehobene Beiträge zurückfordern.

Das Anlegen eines Profils auf der Seite ist kostenlos, wer den Service jedoch ohne Einschränkung nutzen will, muss ein kostenpflichtiges Premium-Abo abschließen. Das Monatsabo kostet 35 Euro. Wer nicht rechtzeitig kündigte, wurde bisher automatisch verlängert.

 

"Widersprüchlich und verwirrend"

"Die entsprechenden AGB-Klauseln waren einerseits widersprüchlich und verwirrend", kritisiert VKI-Juristin Ulrike Docekal. "Andererseits verstieß die Regelung auch gegen das Konsumentenschutzgesetz, das automatische Vertragsverlängerungen nur unter engen Bedingungen zulässt." Diese Voraussetzungen seien in diesem Fall nicht gegeben gewesen. "Konsumentinnen und Konsumenten gingen davon aus, dass ein Monatsabo wirklich nach einem Monat endet."

 

Kundinnen von "betreut.at", die von der automatischen Verlängerung betroffen sind, können ihren Vertrag nun beenden und bereits geleistete Zahlungen gegebenenfalls zurückfordern. Einen Musterbrief stellt der VKI unter bereit.

Einige Nutzer möglicherweise ausgenommen

Wer die Plattform in der Verlängerungsphase allerdings intensiv genutzt hat, gegen den könnte die Firma Bereicherungsansprüche einwenden.

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