Autofahrer filmte Anschlag auf Berliner Weihnachtsmarkt

Der Terroranschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt wurde von einem Autofahrer zufällig gefilmt. Sein Video aus einer Auto-Dash-Cam zeigt, wie der Lastwagen mit hoher Geschwindigkeit auf das Marktgelände fährt. Wie die kurze Szene zeigt, dürfte der Fahrer beim Anschlag, der zwölf Menschen das Leben gekostet und rund 50 Personen verletzt hat, nicht gezögert oder gebremst haben.

Der wurde von einem Autofahrer zufällig gefilmt. Sein Video aus einer Auto-Dash-Cam zeigt, wie der Lastwagen mit hoher Geschwindigkeit auf das Marktgelände fährt. Wie die kurze Szene zeigt, dürfte der Fahrer beim Anschlag, der zwölf Menschen das Leben gekostet und rund 50 Personen verletzt hat, nicht gezögert oder gebremst haben.

Die Szenen wurden von einem anonymen Autofahrer mit einer in seinem Fahrzeug eingebauten Kamera gefilmt, veröffentlicht wurden sie von der "Bild". Dash-Cams werden meist am Armaturenbrett des Autos angebracht und zeichnen während der Fahrt fortwährend auf. Während die rechtliche Lage des Einsatzes von Dash-Cams in Deutschland nicht eindeutig ist, sind solche Kameras in Österreich verboten.

Während die Polizei nun auch diese Videoaufnahmen untersucht, geht die Suche nach dem mutmaßlichen Attentäter Anis Amri weiter. Nachdem am Lastwagen Fingerabdrücke des Verdächtigen gefunden wurden, besteht kaum noch ein Zweifel, dass es sich bei dem Tunesier um den Verantwortlichen der Anschläge handelt. 

Ausweis zurückgelassen

Er ist derzeit der meistgesuchte Mann Europas, wo er sich aufhält – unklar. Die Behörden sind sich sicher: Sie fahnden nach dem richtigen Attentäter. Neben Fingerabdrücken wurde im Terror-Lkw auch ein Dokument von Anis Amri gefunden: grün-rosa, sein Duldungsbescheid. Das Papier verhinderte, dass er abgeschoben wurde. Warum er das Dokument zurückließ? , sie wollen der Welt ihre "Visitenkarte" zeigen. Seht her, ihr Ungläubigen, ich habe das hier getan.

"Das hier": Auf seiner Todesfahrt über den Berliner Weihnachtsmarkt tötet Anis Amri 12 Menschen, verletzt 49 weitere. Rückblick in die kranke Welt der Attentäters: 1992 in Tunesien geboren, wächst in Salafisten- Hochburgen auf, mit 18 wird er wegen Lkw-Diebstahls verhaftet. 2011 verlässt er seine Heimat.

Vier Jahre in Haft

Über Lampedusa flüchtet er nach Italien, zündet auf Sizilien das Auffanglager an, kommt vier Jahre in Haft. 2015 flüchtet er nach Deutschland, spielt mit den Behörden Katz und Maus. Er hat längst Einreiseverbot in die USA. Bei einem SEK-Einsatz in Dortmund wurden am Donnerstag vier Personen in einer Wohnung verhaftet – sie sollen Kontakt zum Terroristen gehabt haben.

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