Bankensektor wird 25.000 Jobs verlieren

Bild: Helmut Graf

Ewald Nowotny prognostiziert, dass der Bankensektor in den nächsten Jahren etwa ein Drittel seiner Jobs verlieren wird - das sind etwa 25.000 Arbeitsplätze. Der Strukturwandel im Bankensektor ist jedoch lange nicht so schnell wie in anderen Ländern.

Nationalbankgouverneur Ewald Nowotny zeichnet ein düsteres Bild für den Bankensektor in den nächsten Jahren. Er bezeichnet einen Jobverlust für 25.000 Angestellte als nicht unrealistisch. Mit diesen Aussagen ließ er am Freitag bei der Vorstellung des Finanzmarkstabilitätsberichts aufhorchen.

2008 gab es in Österreich noch 80.283 Bankangestellte, bis Ende 2014 reduzierte sich diese Zahl auf 75.714, Ende 2015 muss man von dieser Zahl nochmal 1.000 abziehen. Zuletzt kündigte die Bank Austria an, ihr zu müssen.

Im Vergleich zur Gesamtbeschäftigung sei der Anteil der Bankbeschäftigten immer noch sehr hoch, er gehe außerdem auch langsamer zurück als in anderen Ländern. Der Strukturwandel im Bankensektor ist weltweit zu beobachten, in Österreich geht dieser noch vergleichsweise langsam vor sich.

"Neue Normalität"

Das ist laut Nowotny die "neue Normalität", Banken müssten profitabel sein. Dienstleistungen, die bisher gratis waren, könnten in Zukunft kostenpflichtig sein: "Banken konnten es sich bisher leisten, Service de facto gratis zur Verfügung zu stellen", so Nationalbank-Vizegouverneur Andreas Ittner. Gratis wird´s nur noch online geben.

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