Beach-Stars bestraft, weil sie nicht im Bikini spielten

Norwegens Nationalteam im Beachhandball.
Norwegens Nationalteam im Beachhandball.Twitter
Norwegens Beachhandballerinnen sorgen weltweit für Schlagzeilen. Sie spielten nicht im Bikini und wurden dafür bestraft. Ihr Verband unterstützt sie.

Diese Sportlerinnen wurden bestraft, weil sie zu viel anhatten. Ein Urteil im Beachhandball sorgt für Unmut.

Das norwegische Nationalteam trat bei der Europameisterschaft in Bulgarien in Sporthosen an. Die Europäische Handball-Föderation (EHF) belegte die Frauen mit einer Geldstrafe von 4850 Euro (50 Euro pro Person und Spiel).

Bikini ist Pflicht

Der Grund? In den Regeln des Weltverbandes IHF wurde festgelegt, dass die Bikinihosen der Spielerinnen anliegen müssen und die Seitenbreite von höchstens zehn Zentimetern nicht überschreiten dürfen.

Die Frauen müssen also viel Haut zeigen. Das gefällt nicht nur Norwegens Nationalteam ganz und gar nicht. Die Reaktionen auf ihre Protestaktion: eine Welle der Solidarität. Dem Handball-Verband wird in den sozialen Medien hingegen die Sexualisierung der Athletinnen zum Vorwurf gemacht.

Norwegens Verband hatte bereits im Vorfeld um eine Ausnahmeregelung angesucht – vergeblich. Die Skandinavier ließen ihre Spielerinnen dennoch in den selbst gewählten Sporthosen antreten, nahmen die Strafe dafür in Kauf.

Mit den Medaillenrängen hatte Norwegen übrigens nichts zu tun. Deutschland wurde Beachhandball-Europameister. Silber ging an Dänemark, Bronze an Spanien.

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