Bei Herz-OP verbrüdern sich sogar Derby-Rivalen

Tolle Geste der Veilchen: Die Austria drückt Rapid-Goalie Richard Strebinger die Daumen. Die Rivalen-Fans applaudieren.

Die hässlichen Szenen des letzten Wiener Derbys am Verteilerkreis sind allgegenwärtig. Der Fan-Marsch Rapids, der im stundenlangen Polizei-Kessel und schließlich vor Gericht endete. Der 6:1-Sieg der Austria wurde dadurch zur Nebensache.

Dass es auch anders geht, beweisen beide Teams nun schon im Vorfeld. Am Sonntag wird das erste Derby der noch jungen Saison um 17 Uhr angepfiffen. Wenige Tage davor wird alle Rivalität beiseite geschoben, wenn es um die Gesundheit geht.

Was sich derzeit auf den Social-Media-Kanälen der Austria abspielt, ist eine lobende Erwähnung wert. Der Verein verfasste ein kurzes Statement: Richard Strebinger wird eine rasche Genesung gewünscht. Es handelt sich um den Goalie des Rivalen, der sich, wie am Mittwoch bekannt wurde, einem Eingriff am Herzen unterziehen muss.

Die Veilchen setzen damit ein Zeichen der Solidarität, wenn es um wichtigere Dinge geht als um das runde Leder auf dem Rasen. "DAFÜR sind die Daumen fest gedrückt", schreibt die Austria Twitter, und bekommt dafür als Dank sogleich einen Daumen nach oben des großen Rapid-Fanportals "Initiative SCR".

Scrollt man weiter, findet man weitere Daumen-Emojis, klatschende Hände, grüne Herzen und die Worte "Respekt", "Ehre", "fair". Rapid-Fans zeigen sich dankbar.

Ein User bringt es auf den Punkt: "So muss Derby."

(SeK)

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