Bei diesen Liga-Werten auf FIFA 20 wird euch schlecht

Shon Weissmann, Rene Swete und Co. sind nur einige der unterbewerteten Liga-Stars auf FIFA 20.
Shon Weissmann, Rene Swete und Co. sind nur einige der unterbewerteten Liga-Stars auf FIFA 20.Bild: GEPA-pictures.com
Die neue FIFA-Ausgabe naht mit großen Schritten heran. Bundesliga-Fans müssen sich auch heuer über fragwürdige Spielerwerte ärgern.
Das FIFA-Gameplay wird mit jedem Jahr realistischer. Die Superstars werden mit speziellen Fähigkeiten, originalgetreuer Schusshaltung und Gesichts-Scans ausgestattet. Wer Lionel Messi, Cristiano Ronaldo und Co. auf der Konsole steuert, hat ein lebensechtes Ebenbild der Kicker auf dem Bildschirm.

Kleinere Ligen und Klub lässt EA Sports leider schleifen. Österreichische Fans können ein Lied davon singen. Für die Spieler der heimischen Bundesliga wird ein geringerer Aufwand betrieben. Das betrifft ihre optische Erscheinung, vor allem aber ihre Werte. Am 23. September kommt FIFA 20 auf den Markt. Schon vor dem Release ist klar: Daran ändert sich auch in der aktuellen Ausgabe nichts. Die Bundesliga genießt bei EA keine große Priorität.

Eines vorweg: Über Spielerwerte lässt sich immer streiten. Manche der folgenden Beispiele stechen aber dermaßen ins Auge, dass sich anhand dieser Spieler gut belegen lässt, dass sich die Verantwortlichen aus Österreich scheinbar nicht mal die Spiel-Highlights ansehen.

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch. Shon Weissman, 65



Weissman schon, wie viele Tore man schießen muss, um es in die Top 20 der Liga-Angreifer zu schaffen? Sieben Treffer aus sechs Spielen reichen dafür offenbar nicht aus. Der Israeli kam im Sommer nach Österreich, zerlegte zu Saisonstart seine Gegner förmlich. Damit schaffte es der 23-Jährige auch in den Kader von Teamchef Andreas Herzog.

Sein Schusswert von 65 bedarf ob seiner Statistik wohl keines weiteren Kommentars. Einige der 20 Stürmer, die besser bewertet sind: Marko Kvasina (67), Bright Edomwonyi (67), Alon Turgeman (67), Pak Kwang Ryong (66). Keiner von ihnen schaffte in der (kompletten!) letzten Saison Weissmans sieben Tore.

Rene Swete, 66



Hartberg-Keeper Swete schaffte es voriges Jahr ins "Heute"-Team des Jahres. Er schloss die letzte Saison mit einem Schnitt von mehr als vier Paraden pro Spiel ab, war maßgeblich am Klassenerhalt seines Teams beteiligt. Swete hatte mehr Paraden als jeder andere Goalie, fing die meisten Bälle durch Herauslaufen ab.

Für EA gibt es in Österreich aber derzeit neun bessere Keeper. Cican Stankovic (74), Richard Strebinger (73), Alexander Walke (73), Alexander Schlager (71), Jörg Siebenhandl (71), Christoph Riegler (69), Markus Kuster (68), Patrick Pentz (68), Andreas Leitner (67).

Stürmer-Shootingstars



In der Datenbank muss man lange scrollen, ehe die Namen Anderson Niangbo (59) und Marko Raguz (62) auftauchen. Wer die ersten sechs Runden der Saison aufmerksam verfolgt hat, ist bei den Zahlen in den Klammern schon zusammengezuckt.

Niangbo präsentiert sich im WAC-Sturm als kongenialer Partner von Weissman. Seine stolze Ausbeute: vier Tore und zwei Assists. Als Stürmer hat er eine Dribbling-Erfolgsrate von 77 Prozent – ein unglaublicher Wert. In FIFA 20 hat er in dieser Rubrik 62 Punkte.

Raguz kam durch die Doppelbelastung beim LASK zu fünf Einsätzen. Dabei glänzte er durch Zweikampfstärke, machte die Bälle fest, verteilte sie. Wenn er am Platz steht, läuft das Spiel bei ihm zusammen. Zudem sammelte er schon drei Saisontoren, zwei davon beim 2:1-Sieg bei Rapid. In der Champions-League-Quali besiegelte sein Tor gegen Basel den Aufstieg ins Play-off.

"Dominator" Ousmane Diakité, 62



Bei Altach läuft alles über den Bullen-Leihspieler. Er ist neu beim Klub und neu in der Liga, ist aber in jeder Partie der Dominator am Platz. Er ist stark im Zweikampf, Passspiel und am Ball.

Jeder Liga-Konkurrent hätte den Youngster gerne in seinen Reihen. Und doch hat für EA jedes Team stärkere defensive Mittelfeldspieler. Sogar in den eigenen Reihen hängt ihn Oum Gouet auf seiner Position um fünf Punkte ab.

Nemanja Celic, 54



Der 20-Jährige hat noch einen weiten Weg zum Stammplatz beim LASK vor sich. Der Kooperationsspieler von den OÖ Juniors schaffte es in unsere Liste, weil sein 54er-Wert geradezu suggeriert, dass er noch Hilfe beim Binden der Schuhbänder braucht.

In seinem Startelf-Debüt gegen die WSG Tirol (1:1) stellte er unter Beweis, dass dem nicht so ist. Wegen der Champions-League-Quali trat der LASK in der Liga mit einer B-Elf an. Vor ausverkauftem Haus in Pasching spulte der junge Linksfuß sein Programm souverän ab, leistete sich kaum Unsicherheiten. Für 48 Punkte in der Rubrik Pässe fand er überraschend oft seine Mitspieler.

Angriff

1. Thomas Goiginger, LASK (74)

2. Eerling Haaland, Salzburg (73)

3. Smail Prevljak, Salzburg (72)

4. Patson Daka, Salzburg (71)

- Bekim Balaj, Sturm (71)

- Hee Chan Hwang, Salzburg (71)

- Masaya Okugawa, Salzburg (71)

Mittelfeld

1. Zlatko Junuzovic, Salzburg (77)

2. Takumi Minamino, Salzburg (75)

3. Dominik Szoboszlai, Salzburg (74)

4. Alexander Grünwald, Austria (73)

- Thomas Murg, Rapid (73)

Abwehr

1. Andre Ramalho, Salzburg (75)

2. Andreas Ulmer, Salzburg (74)

- Gernot Trauner, LASK (74)

- Marin Pongracic, Salzburg (74)

5. Maximilian Wöber, Salzburg (73)

Tor

1. Cican Stankovic, Salzburg (74)

2. Richard Strebinger, Rapid (73)

3. Alexander Walke, Salzburg (73)

4. Alexander Schlager, LASK (71)

5. Jörg Siebenhandl, Sturm (71)

Team der 1. Runde



Team der 2. Runde



Team der 3. Runde



Team der 4. Runde



Team der 5. Runde



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