Österreich

Billa-Raub: Angeschossener Polizist (23) gestorben

Heute Redaktion
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Der beim Billa-Raub in Penzing angeschossene Polizist Daniel S. ist am Dienstagabend seinen schweren Verletzungen erlegen. Zuvor war er in seine Heimat Kärnten überstellt worden.

Der befindet sich derzeit in U-Haft.

Die Wiener Polizei trauert um den erst 23-jährigen Beamten, der am Samstag beim Einsatz in Folge eines Überfalls in der Billa-Filiale in der Hütteldorfer Straße von einer Kugel des später getöteten Räubers (49) getroffen wurde. Er sei am Dienstagabend seinen Verletzungen erlegen, teilte die Wiener Polizei mit.

Seit Montag lag der Polizist nach einem Hubschraubertransport mit schweren Kopfverletzungen und ohne Aussicht auf Genesung im Klagenfurter Klinikum. Die Verlegung erfolgte auf Wunsch der Familie. Das Spital ist nur 25 Kilometer von St. Kanzian, dem Heimatort des Polizisten, entfernt. Auf diese Weise konnten die Angehörigen Abschied nehmen.

Internist erklärt, warum Komapatient nach Kärnten geflogen wurde

"Heute" fragte bei Notarzt und Internist Marco Leonardelli nach. Der Experte erklärt: "Es ist üblich, dass man so eine Entscheidung trifft, wenn die Familie nahe beim Patienten sein möchte. Ihn bei sich zu haben, tut den Angehörigen gut, die sich verabschieden können und letztlich entscheiden, ob und wann die Behandlung beendet wird." Denn: "Wenn ein junger Mensch so plötzlich aus dem Leben gerissen wird, ist es das Schwerste, das Bewusstsein über die Aussichtslosigkeit zuzulassen", meint Experte Leonardelli.

Der Kollege des Verstorbenen (25) befindet sich nach einem Hüftschuss nach wie vor in stationärer Behandlung. Sein Zustand ist stabil, er ist ansprechbar.