Blinder konnte Fahrschein nicht lösen

Bild: Wiener Lokalbahnen
Leopold H. (73) fuhr im April von Traiskirchen nach Baden. In der Station Traiskirchen konnte der Blinde ohne Hilfe kein Ticket lösen - er wurde in der Badener Bahn erwischt und prompt bestraft.
Leopold H. (73) fuhr im April von Traiskirchen nach Baden. In der Station Traiskirchen konnte der Blinde ohne Hilfe kein Ticket lösen – er wurde in der Badener Bahn erwischt und prompt bestraft.

Leopold H. aus Baden konnte es kaum fassen, als er im April von einem Kontrolleur gestraft wurde. Der Blinde erhob sofort bei der Firma Securitas Einspruch gegen das Bußgeld, aber dennoch: Wenige Wochen später flatterte ein Erlagschein mit der Zahlungsaufforderung in der Höhe von 130 Euro ins Haus. "Ich wurde knallhart als Schwarzfahrer abgestempelt", erzählt Leopold H.

Der gehandicapte Badener wandte sich daher mit seinem Anliegen direkt an die Wiener Lokalbahnen. Mit Erfolg: Im Gespräch mit "Heute" erklärte Pressesprecherin Angelika König, dass sie den Vorfall bedauere und eine sofortige Stornierung der Strafe bei der Firma Securitas veranlasst hat.

"Barrierefreiheit ist den Wiener Lokalbahnen ein großes Anliegen. Wir werden unser Service weiter verbessern", versicherte Angelika König. Für den "blinden Passagier" Leopold H. somit ein positiver Ausgang.
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