Austro-Roadster voller Fahrspaß und Komfort

Der in Österreich gebaute BMW Z4 gehört zu der schönen Sorte Autos, die man eigentlich nicht braucht, aber die man unbedingt will.
Zwei Jahre lang gab es keinen Z4, jetzt ist er wieder da – und wie! Der zweisitzige Roadster von BMW beeindruckt mit seiner Straßenlage, bietet aber gleichzeitig eine Menge Komfort und Ausstattungsdetails.

Der Z4 startet als 20i mit 197PS und manuellem Getriebe bei 43.300 Euro. Eine Automatik kostet rund 2.500 Euro mehr. Für 258 PS werden als 30i mit Automatik mindestens 53.150 Euro fällig. Wir fuhren die Spitzenversion M40i mit Automatikgetriebe und 340 PS. Die startet bei 70.500 Euro, doch dank vielen Extras wie dem Österreich-, dem Innovations- und dem Business-Plus-Paket kommt unser Fahrzeug auf 84.800 Euro.

Bei einem Roadster stellt sich immer die Frage, wie puristisch man es haben möchte. Denn wenig Schnick-Schnack bedeutet weniger Gewicht, und das bedeutet mehr Fahrspaß. 1,4 Tonnen hat ein Z4, doch beim M40i sind es bereits 1,53 Tonnen, da er statt vier Zylindern sechs in Reihe hat. Mit soviel PS ist das alles kein Problem, einzig an die Balance des Fahrzeugs mit dem schweren Motor vorne und dem leichten Heck im Rücken muss man sich erst ein bisschen gewöhnen.

CommentCreated with Sketch.0 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Der geht ab...

Der M40i beschleunigt brutal stark aus der Kurve raus und das M-Fahrwerk leistet fantastische Arbeit, man klebt auf der Straße. Aber zugegeben: Wer bloß leicht sportlich in einem Cabrio durch die Wälder cruisen möchte, dem reicht auch eine weniger starke Version des Z4.

Entspannt unterwegs ist man auch dank dem Connected Drive System, das jetzt auf noch mehr Vernetzung setzt: Es kommuniziert mit anderen BMWs und warnt vor Gefahren und der BMW Digital Key erlaubt den Zugang zum Wagen mit dem Smartphone. Außerdem werden beim Z4 Software-Updates "over the air", also direkt aus dem Internet ausgespielt.

Fahrassistenzsysteme sind natürlich auch zahlreiche dabei, darunter der Rückfahrassistent, der sich die letzen 50 gefahrenen Meter merkt und einen so aus jeder noch so heiklen Engstelle selbständig zurück bringt. Überrascht hat jedoch, dass der Spurhalteassistent im Vergleich zu anderen BMW-Modellen nur mittelmäßig funktioniert.

Was uns ebenfalls – gemessen am hohen BMW-Standard – aufgefallen ist, ist dass die Sitze nach längerer Fahrt nicht so bequem wie in anderen "Bayerischen" sind. Merkt man erst beim Aussteigen, aber das ist ja auch quasi ein Markenzeichen von Roadstern.

Durchdacht

Was uns aber dafür wieder sehr gefallen hat, ist dass der Z4 zwischen den Sitzen eine Ladeluke hat, durch die man seine Skier (oder andere längliche Gegenstände, z.B. Speere?) stecken kann. Achja, der Kofferraum fasst jetzt 281 Liter – das ist das Doppelte vom Vorgängermodell – und hat damit genug Platz für längere Ausflüge.

Erreicht wurde das durch den ausschließlichen Einsatz eines Stoffdaches anstatt eines einklappbaren Volldaches beim Vorgänger. Das hat auch etwa 70 Kilogramm Gewichtsvorteil gebracht. Besonders praktisch: Das Dach lässt sich während der Fahrt bei bis zu 50 km/h ein- und ausfahren.

Was auch sehr gefällt, ist das Design, und zwar von allen Seiten. Der Z4 sieht einfach umwerfend aus und wer sich einen leisten will (oder eher kann), wird mit Sicherheit sehr lange sehr viel Freude an dem Roadster haben. (red)

Nav-AccountCreated with Sketch. red TimeCreated with Sketch.| Akt:
FahrberichtMotorBMWJörg Michner

ThemaCreated with Sketch.Mehr zum Thema

CommentCreated with Sketch.Kommentieren