Wintersport

Boss sagt warum Hirscher keine ÖSV-Stars ausrüsten darf

ÖSV-Präsidentin Roswitha Stadlober verrät, warum man in den nächsten Jahren keine heimischen Athleten auf den Skiern von Marcel Hirscher sehen wird.

Sebastian Klein
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ÖSV-Boss Roswitha Stadlober und Ski-Star Marcel Hirscher.
ÖSV-Boss Roswitha Stadlober und Ski-Star Marcel Hirscher.
Gepa

Vom Ski-Dominator zum Jung-Unternehmer! Marcel Hirscher präsentierte Anfang Oktober seine neue Ski-Marke "Van Deer". Der Annaberger will auch in seinem "Ruhestand" Erfolge feiern, kündigte an, dass seine Skier Weltcuprennen gewinnen werden.

Er scoute bereits seit einem Jahr Athleten, die "Van Deer" künftig vertreten sollen.

Bei seinen Ex-Kollegen im ÖSV wird er dabei vorerst nicht fündig werden. Schuld sind nicht etwa mangelnde Leistungen oder fehlendes Interesse an der Marke. Roland Leitinger zeigte am Sonntag beim Saisonstart in Sölden sogleich mit dem zweiten Platz im Riesenslalom auf. Katharina Liensberger hatte das Stockerl tags zuvor bei den Damen nur hauchdünn verpasst.

Aber: Die Regularien machen dem 32-Jährigen wohl einen Strich durch die Rechnung. Das verriet die neue ÖSV-Präsidentin Roswitha Stadlober am Sonntag im ORF. Auf den Hirscher-Ski angesprochen, sagte sie: "Das unterliegt dem Ski Pool. Da gibt es genaue Regeln. Das heißt, man müsste vorher den Unterbau ausrüsten. Sprich: den Nachwuchs. Zwei Jahre lang. Dann kann man im Weltcup ausrüsten. Das wird auch für den Marcel gelten. Also ich glaube nicht, dass der Ski Pool so schnell Regeln ändert."

Keine Ausnahme für den achten Gesamtweltcup-Sieger. Hirscher muss sich also zunächst im Ausland umsehen. Noch gibt es keine heiße Spur, wer der oder die erste Siegerin auf "Van Deer" werden könnte.

    Die Schattenseiten des Ski-Weltcups. Diese Stars haben sich vor und während der Saison 2021/22 schwer verletzt.
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