Brand in Paris: Menschen sprangen aus Fenster!

Der Brand in einem Pariser Wohnhaus in der Nacht auf Mittwoch hat acht Todesopfer, darunter zwei Kinder, gefordert. Da es in derselben Nacht zweimal im selben Haus gebrannt hat, gehen die Ermittler von Brandstiftung aus. Ein Verdächtiger wurde von der Polizei befragt.
Zunächst brannte gegen 2.23 Uhr Papier in der Eingangshalle des Hauses in der Rue de Myrha im 18. Stadtbezirk. "Das Feuer war schnell erloschen aber rund zwei Stunden später sind wir erneut alarmiert worden, diesmal wegen eines Feuers im Stiegenhaus", sagte Feuerwehr-Kommandant Gabriel Plus. Der Brand dürfte im Erdgeschoß seinen Anfang genommen haben.

Menschen sprangen in den Tod

Meterhohe Flammen schlugen aus den Fenstern der höheren Stockwerke. Die Folgen waren verheerend: Sechs Menschen starben an Rauchgasvergiftungen, zwei Personen sprangen aus Verzweiflung in den Tod. Sieben Bewohner wurden von der Feuerwehr in Sicherheit gebracht, vier in Spitälern behandelt. 100 Feuerwehrmänner löschten drei Stunden lang die Flammen.

Schlimmstes Feuer in Paris seit zehn Jahren

Es handelt sich um die schlimmste Brandkatastrophe in Paris seit April 2005. Damals waren 24 Menschen bei einem Feuer in einem Hotel gestorben.

Da es zweimal in derselben Nacht brannte, schließen die Ermittler nicht aus, dass der Brand gelegt wurde. "Es liegt auf der Hand, dass bei zwei Anrufen in einer Nacht eine kriminelle Handlung vorliegen könnte", sagte ein Sprecher des französischen Innenministeriums. Staatschef Francois-Hollande versprach, dass alles unternommen werde, um den Grund für das Feuer herauszufinden.

Am Nachmittag wurde ein etwa 30-jähriger Verdächtiger befragt und in Polizeigewahrsam genommen.

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