Brasilianische Schlankgerichte für die Fußball-WM

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Die Fußball WM steht vor der Tür und der Austragungsort Brasilien ist momentan mit seinen spannenden Facetten in aller Munde. Wir haben uns vom kulinarischen Flair der exotischen Nation inspirieren lassen und stellen tolle brasilianische Gerichte mit gesundem Diätpotenzial vor.

Ob Bobó de Camarao, Canjica, Feijoada oder Tatacá: Die brasilianische Küche hat zahlreiche Köstlichkeiten zu bieten. Die Rezepte dazu dürfen Sie sich nun auf der Zunge zergehen lassen! Nachkochen ist natürlich ebenfalls erlaubt.

In diesem Sinne: Bom proveito!

Moqueca Capixab

Allen die ihren Gaumen mit einer brasilianischen Fisch-Spezialität verwöhnen wollen, stellen wir das traditionelle Originalrezept des Moqueca Capixaba vor.

Zutaten für vier Personen:


1kg Fisch (Seelachs oder Wolfsbarsch)
1 Bund Koriander
1 Bund Petersilie
1 mittelgroße Zwiebel
3 Knoblauchzehen
4 Tomaten
Pfeffer
Olivenöl
Annatto (Farbstoff)
Soja-Öl


Zubereitung:

Fisch entschuppen, die Gräten entfernen und in Stücken von etwa 5cm Breite schneiden. Danach den Fisch mit Zitrone abspülen und auf einem Teller mit etwas Wasser und Salz ruhen lassen.

Knoblauchzehen, 3 Zwiebelringe, Koriander, Petersilie und Salz klein hacken. In den Tontopf zwei Teelöffel Soja-Öl und einen Teelöffel Olivenöl geben und den Knoblauch, Zwiebel, Koriander, Petersilien Mix mit dem Öl vermengen. Den Fisch vom Teller nehmen und mit der anderen Seite auf den Boden liegend in den Topf geben, dabei darauf achten, dass die Fischstücke nicht über einander liegen. Den restlichen Koriander, Petersilie, Zwiebel und Tomate klein schneiden und in der selben Reihenfolge in den Topf geben. Das Ganze mit etwas Olivenöl und Limettensaft übergießen und für 40 Minuten ruhen lassen. 

Den Farbstoff Annatto mit etwas Öl vermengen und ein wenig dieser Mischung in den Topf geben. Den Topf auf den Herd stellen und das Ganze für etwa 20 bis 25 Minuten kochen lassen (kurz bevor der Kochprozess einsetzt, nochmals mit Salz abschmecken). Es muss kein weiteres Wasser zugegeben werden, die Fischstücke müssen nicht gewendet werden und das Ganze sollte ohne Deckel kochen. Den Tontopf ab und zu ein wenig schwenken, damit die Fischstücke nicht am Boden anbacken und mit Limettensaft und Salz abschmecken.

Traditionell wird das Fischgericht mit weißem Reis, viel Limette und einer leckeren, hausgemachten Soße serviert.

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Bobó de Camarao

Bobó de Camarao ist ein typisch brasilianisches Rezept aus Bahia. Es ist von cremeartiger Konsistenz und beruht zumeist auf gekochten Maniok mit Palmöl, Paprika, Knoblauch und Tomaten, die zu einem Brei verarbeitet werden.Die Version mit Garnelen ist heute in ganz Brasilien bekannt und ist definitv ein Nachkochen wert!

Zutaten für vier Personen:


1 kg küchenfertige Garnelen
2 Knoblauchzehen
1 Handvoll gehackter frischer Koriander
300 ml Kokosmilch
300g Maniokwurzel
200g Tomaten (aus der Dose)
feines Meersalz
gemahlender Pfeffer
8 EL Olivenöl
1 TL Palmöl (nach Belieben)
200g Zwiebeln
1 rote Chilischote


Zubereitung:

Die Garnelen waschen und mit einem Tuch trocken tupfen. Die Chilischote, die Knoblauchzehen, Koriander mit 1 EL Salz in einem Mörser zu einer groben Paste zerstoßen. Diese dann mit den Garnelen vermischen und 10min ziehen lassen. Die Garnelen danach aus der Marinade entfernen und bereitstellen.

Die Maniokwurzel schälen und in ca. 5 cm großen Stücken schneiden. Diese dann in einem Topf mit reichlich Wasser dünsten/weich kochen lassen. Diese dann aus dem Topf holen, längs halbieren und dabei die harte Faser in der Mitte entfernen. Mit Hilfe eines Mixers Maniok, Kokosmilch, Tomaten und die Marinade zu einer cremigen Konsistenz pürieren (bei Bedarf Wasser hinzufügen).

Zwiebeln fein hacken und mit erhitzten Olivenöl in einer Pfanne anschwitzen lassen. Die Garnelen hinzufügen und leicht anbraten lassen. Dann die cremige Maniok-Kokos Mischung zugießen und ca. 5 Minuten bei niedriger Hitze dazugeben und köcheln lassen. Mit Pfeffer und Salz abschmecken. Koriander ebenfalls fein hacken und vor dem Serviern drüber streuen.

Den fertigen Bobo können Sie wahweise als Suppe essen oder mit Reis servieren.

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Pirarucu à casaca

Zutaten für vier Personen:


1 kg gesalzener Arapaima Fisch, getrocknet (kann durch Barsch oder Wels ersetzt werden)
4 EL Öl
2 Tomaten, ohne Haut und Kerne, gewürfelt
2 Zwiebeln, gewürfelt
Koriander
Pfeffer
frittierte Bananen
Maniokmehl
Butter


Zubereitung:

Den Fisch einen Tag in Wasser einweichen lassen (das Wasser mehrmals wechseln), den Fisch in großen Stücken anbraten und anschließend in Mundgerechte Stücke zerkleinern.

Einen Salat aus Zwiebeln, Tomaten, Koriander und Pfeffer zubereiten, mit Salz und Öl abschmecken.

Das Maniokmehl mit Butter vermischen und "farofa" herstellen (Maniokmehl in einer Pfanne unter Rühren für etwa zehn Minuten an rösten, danach wird bei geringer Hitze Butter unter gerührt, bis das Maniokmehl goldgelb ist. Nach der Zubereitung der einzelnen Zutaten, diese in eine Auflaufform schichten: a) zerkleinerter Fisch, b) farofa, c) Salat und d) frittierte Banane.

Im Ofen nur kurz heiß werden lassen und mit Reis servieren.

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Canjica oder Mugunzá

Der brasilianischer Milchmais ist ein süßer Genuss!

Zutaten für 10 Personen:


250 g weißer Mais
200 g Zucker
Wasser (genug um den Mais ca. 1,5 cm zu überdecken)
250 g Erdnüsse
3 l Milch
200 g Kokosraspeln
1/2 l Kokosmilch
4 Zimtstangen


Zubereitung:

Mais, Wasser und Zucker in einem Druckkochtopf für 30 Minuten bei etwa 290ºC kochen.

Erdnüsse etwa 20 Minuten bei mittlerer Temperatur im Ofen rösten bis sie ganz dunkel werden. Danach die Schale entfernen. Kleiner Tipp: belassen sie ein paar Erdnüsse mit Schale, um dem Gericht mehr Farbe zu geben.

Erdnüsse mit der Hälfte der Milch (1,5 l) vermischen.

Wasser vom Topf abgießen und dazu die Erdnüsse und die restlichen Zutaten geben. Nochmals kochen lassen, bis die Menge die Konsistenz eines Breis erreicht. Warm servieren.

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Tatacá

Eine der traditionellsten Speisen Brasiliens ist Tatacá, eine aus Jambublättern und Maniok gekochte Suppe, die ihre Anhänger besonders in den nördlichen Gebieten des Landes, Amazonas, Amapá und Pará hat. Insbesondere die indigenen Stämme bereiten häufig dieses Gericht zu, welches perfekt verschiedene traditionelle Geschmacksrichtungen aus Brasilien kombiniert.

Zutaten für vier Personen:


500 g Fischfilet (z.B. Seelachs)
500 g Krabben
2 Zehe/n Knoblauch
3 geschälte Tomaten
2 Zwiebeln
1 rote Paprikaschote
2 EL Olivenöl
200 ml ungesüßte Kokosmilch
2 EL Plamöl
Salz und Pfeffer
Paprikapulver
Koriander
Zitronensaft


Zubereitung:

Bereiten Sie zunächst die Fischfilets vor. Würzen Sie mit Salz, Pfeffer, Knoblauch und Koriander und sprenkeln Sie etwas Zitronensaft darauf. Würfeln Sie die Zwiebeln und braten Sie sie in einem großen Topf in Olivenöl an. Geben Sie danach die gewürfelten Tomaten und Paprika dazu. Braten Sie alles so lange bis keine Flüssigkeit mehr auftritt.

Dann können Sie die Kokosmilch und den Fisch gewürfelt mit den Krabben in den Topf geben und 10 Minuten garen. Mit Salz, Pfeffer, Paprikapulver und Koriander abschmecken. Dazu passt Reis.

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Feijoada Brasileira

Feijoada ist das traditionelle Nationalgericht in Brasilien. Serviert wird es üblicherweise mit weißem Reis. Zusätzlich kann die Feijoada auf dem Teller zudem mit Orangenscheiben, Maniokmehl (farinha de mandioca) und/oder einer pikanten Sauce (pimenta Malagueta) verfeinert werden. Die hier beschriebene Version entspricht einer echten Feijoada, die natürlich in jedem Haus durch einige kleine geschmackliche Vorlieben variiert.

Zutaten für vier Personen:


3 Kasseler Koteletten (Fleischknochen)
300 g Kasseler (dicke Rippe), geräuchert
300 g Rippchen, geräuchert und 1 Schweinefuß, gesalzen, dehydriert
200 g Speck, durchwachsener geräuchert
1 Wurst, brasilianische (Paio)
1 Cabanossi, alternativ Mettenden, evtl. auch etwas Trockenfleisch
600 g Bohnen, schwarze
1 große Zwiebel(n)
2 Knoblauchzehe(n)
3 Lorbeerblätter
1 Peperoncini, rot
Olivenöl
Salz und Pfeffer
Petersilie


Zubereitung:

Arbeitszeit: ca. 1 Std. Ruhezeit: ca. 16 Std. / Schwierigkeitsgrad: normal / Kalorien p. P.: keine Angabe Die schwarzen Bohnen verlesen, in der Packung können sich manchmal kleine Steinchen verirren, und einen Tag vorher in einer Schüssel in Wasser quellen lassen.

Am nächsten Tag die Bohnen abgießen, das Einweichwasser auffangen und zum Kochen bringen. Die Zwiebel, den Knoblauch und den Peperoncino klein hacken und in einem großen Topf mit Olivenöl anbraten. Wenn es leicht goldig ist, Lorbeerblätter und klein gehackte Petersilie, die Kasselerkoteletten, geräucherten Schweinerippchen, den durchwachsenen Speck in mittelgroßen Stücken und den in Teile gehackten Schweinefuß hinzufügen und alles einige Minuten leicht anbraten. Dann mit dem kochendem Wasser der Bohnen auffüllen, die angepiekten Paio und Cabanossi-Würste und das Kasseler Rippchen mit dazugeben und alles 30-40 Minuten köcheln lassen. Würste, Rippchen und Kasseler jedoch nach ca. 15 Minuten erstmal wieder herausnehmen. Wenn man Trockenfleisch hat, kann man es jetzt auch hinzufügen.

Nach den 30-40 Minuten Kochzeit die schwarzen Bohnen hinzugeben und alles weitere 60 Minuten bei geringer Hitze köcheln lassen. Wenn die Bohnen dann schon leicht weich sind, 2-3 Kellen Bohnen mit etwas Kochsud aus dem Topf entnehmen und in einem separaten Gefäß zerdrücken. Dann alles wieder in den Topf geben, so wird die Feijoada etwas sämiger. Die zuvor herausgenommenen Fleischarten in mittelgroße Teile, die Würste in ca. 2 cm dicke Scheiben schneiden und wieder zur Feijoada geben. Den Schweinefuß herausnehmen. Den Eintopf mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit Reis servieren.

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