Bundesliga-Abbruchpläne: Rapid nicht im Europacup?

Christoph Peschek
Christoph PeschekBild: picturedesk.com
Das weltweit grassierende Coronavirus hat den Fußball zum Erliegen gebracht. In Österreich rollt der Ball bis Anfang Mai fix nicht mehr. Was danach kommt ist offen.
Sollte in der laufenden Saison kein einziges Bundesliga-Spiel mehr angepfiffen werden, wird die Spielzeit abgebrochen und anulliert.

Die UEFA klärte bereits, dass es im Abbruch-Fall keinen Meister geben soll. Bleibt aber die Frage: Wer erhält die Europacup-Startplätze für die kommende Saison? Dafür gibt es mehrere Szenarien.

"Ein Abbruchszenario ist in keiner Bestimmung geregelt. So wie die Regierung in dieser Ausnahmesituation neue Gesetzte erlässt, wäre dies auch im Fußball notwendig", erklärte Liga-Vorstand Christian Ebenbauer der Krone.

CommentCreated with Sketch. zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Startplätze für Champions-League-Qualifikation und die Europa League könnten dann wie in der Vorsaison vergeben werden. "Wir haben uns bei der letzten Videokonferenz verständigt, dass im Abbruchfall nicht der aktuelle Stand, sondern jener der Vorsaison zählt", erklärte Wolfsberg-Boss Dietmar Riegler.



Würde bedeuten: Salzburg wäre im Meister-Weg der Champions-League-Qualifikation, der LASK im Liga-Weg. Wolfsberg hätte einen Fixplatz in der Europa-League-Gruppenphase, sofern der ÖFB Cup nicht zu Ende gespielt werden kann. Sturm Graz und die Austria müssten in die Europa-League-Qualifikation. Und Rapid, aktuell Dritter, wäre raus.

Unterstützung kommt von Salzburgs Stephan Reiter. "Die Vorjahrs-Wertung heranzunehmen, wäre ein legitimer Ansatz." Alternativplan der Bullen: Der UEFA-Koeffizient der letzten fünf Jahre. In beiden Fällen würden die Mozartstädter da gut aussteigen. Weiters wäre Rapid im Liga-Weg der Champions-League-Qualifikation, der LASK in der Europa League, sowie Austria und Wolfsberg in der Europa-League-Qualifikation.



Im Falle eines Abbruchs möchte Rapid trotzdem den Stand des Grunddurchgangs werten, wie Sport-Boss Zoran Barisic erklärte. Wirtschaftsvorstand Christoph Peschek ergänzte via Twitter: "Der SK Rapid Wien wird auch im Worst-Case eines Meisterschaftsabbruchs definitiv keiner Tabelle der Vorsaison als Heranziehung der internationalen Startplätze zustimmen.





Peschek hofft, die Saison zu Ende zu bringen. Genauso wie der Erzrivale Austria Wien, aktuell nur auf Rang sieben und weit weg von Europacup-Rängen. AG-Vorstand Markus Kraetschmer hofft auf Geisterspiele.



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